Impulse zum 33. Sonntag im Jahreskreis B

Lektionar II/B, 375: Dan 12,1–3; Hebr 10,11–14.18; Mk 13,24–32

Die Ereignisse des gestrigen Abends und der Nacht lässt wohl kaum jemand kalt. „Für solche Gewalt gibt es weder eine religiöse noch eine menschliche Entschuldigung. Das ist völlig unmenschlich!“ sagte heute Papst Franziskus und rief alle Christen und Menschen guten Willens auf zum Gebet.

Solche Katastrophen wie die Terroranschläge von Paris lähmen uns, führen uns die Ohnmacht brutal vor Augen. Alle aufgebotene Staatsgewalt und alle Sicherheitsdienste konnten das vielfache Leid nicht völlig verhindern. Die biblischen Texte sprechen heute auch von Katastrophen und vom Ende, aber mit einer Perspektive des Glaubens. Weil unser letztes Ziel in Gott selbst ist, ist es gut, er selbst ist es der durch die Nacht menschlicher Grausamkeit und Brutalität ging, damit wir als erlöste leben dürfen. So preisen wir ihn, unseren Herrn und Kyrios:

Kyrie []

Herr Jesus Christus,
du wirst wiederkommen auf den Wolken des Himmels.
Du hast die Welt erlöst.
Du bist auch für uns Rettung und Heil.

Gloria * Tagesgebet [MB 247]

Gott, du Urheber alles Guten,
du bist unser Herr.
Lass uns begreifen, dass wir frei werden,
wenn wir uns deinem Willen unterwerfen,
und dass wir die vollkommene Freude finden,
wenn wir in deinem Dienst treu bleiben.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und liebt in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Die Nachrichten von Terror und Krieg, von Naturkatastrophen und Unglücksfällen macht uns fassungslos. So rufen wir voll Vertrauen zu dem, der uns alle trägt und begleitet:

  • Für die Menschen, die in den Terroranschlägen von Paris starben,
    nimm sie auf in deine Gegenwart
  • Für die Menschen, die an Leib und Seele verwundet wurden,
    für die Helfer und Sicherheitskräfte,
    die selbst oft bis an die Grenzen der Belastbarkeit gehen.
    Zeige Wege zum Leben.
  • Für die Menschen, die Anderen mit Gewalt und Brutalität
    ihre eigenen Überzeugungen aufdrücken möchten,
    dass sie lernen Wege des Friedens zu gehen.
  • Für die Menschen, die Angst haben vor der Zukunft,
    dass sie mit Hoffnung und Zuversicht leben können
    und dir entgegen gehen.
  • Für die Menschen, die eine persönliche Katastrophe
    aus dem Alltag heraus reißt.
    Schenke gute Begleiter und eröffne Wege zum Leben.

In Not und Dunkelheit bist Du uns Menschen nahe, auch wenn wir es nicht immer spüren, dafür danken wir dir durch Christus unseren Herrn. AMEN.

Schlussgebet

Barmherziger Gott,
wir haben den Auftrag deines Sohnes erfüllt
und sein Gedächtnis begangen.
Die heilige Gabe, die wir in dieser Feier empfangen haben,
helfe uns,
dass wir in der Liebe zu dir und unseren Schwestern und Brüdern
Christus nachfolgen,
der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung: Dan 12,1–3

Was kommt nach dem Tod?
Seit Menschengedenken suchen wir nach Antworten.
Als Christen glauben wir an die Auferstehung von den Toten,
weil auch Christus auferstand.
Dieser Glaube hat seine Wurzeln bereits im Buch Daniel,
das zu den späten Schriften des Alten Testaments gehört.
Wir brauchen keine Angst vor dem Ende haben,
denn Gott selbst will uns richten,
damit wir ins eine Gegenwart gelangen.

 

Hinführung zur zweiten Lesung: Hebr 10,11–14.18

Bis hinein in die äußerste menschliche Erfahrung
von Hilflosigkeit und Ohnmacht
ist Jesus Christus an unserer Seite.
Durch seinen Tod und seine Auferstehung
schenkt er uns,
was die Welt aus sich nicht geben kann,
jene großartige Zielrichtung
in Gottes prachtvoller Gegenwart.

 

Meditation

 

In der großen Not,
wo die Welt in ihrem Grund erschüttert wird,
meine Welt in sich zusammen zu brechen droht,
alles Untergang geweiht zu sein scheint,
da kommt der Engel.

Mitten hinein in meine Ohnmacht
in meine Hilflosigkeit,
meine eigene Begrenztheit
spricht der Engel zu mir.

Hab Zuversicht und Glaube,
vertraue, dass Gott bei dir ist,
er hat dich erlöst,
er steht für dich ein,
in ihm bist du geborgen.

Nicht Angst und Verzweiflung,
leise und bestimmte Hoffnung
bricht sich im Glauben Bahn,
damit ich mit Zuversicht meinen Weg
vor Gott und auf ihn hin gehen kann.

 

ð Reinhard Röhrner

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