Impulse zum 15. Sonntag im Jahreskreis | A

15. Sonntag im Jahreskreis  | Lesejahr A
Lektionar I/A, 282: Jes 55,10–11 | Röm 8,18–23 | Mt 13,1–23 (oder 13,1–9)

Schön, dass sie heute zum Gottesdienst gekommen sind, dass sie diese Zeit in der Woche für die Feier von Gottes Gegenwart reserviert haben. Das ist nicht selbstverständlich, viele finden den Weg nicht oder nicht mehr. Einmal vor langer oder nicht so langer Zeit wurde Gottes Wort in unser Leben, unser Herz gesät und konnte aufgehen und wachsen. Auch das ist nicht selbst-verständlich in einer Welt, die sich ganz auf den Erfolg in der Welt konzentriert und die Erlösung in einem langen Leben mit einer Fülle an Events und Ereignissen sucht. Da kann diese Stunde schnell als langweilig und überflüssig abgetan werden.
Wo es aber gelingt, die Erfahrung mit Gott, durch die gemein-same Feier in uns lebendig werden zu lassen, da zeigt sich, dass diese Stunde eine erfüllende Zeit ist, ein Quell der Kraft für die vielfältigen Herausforderungen des Alltags. Rufen wir zu un-serem Herrn und Kyrios, der sein Wort in unser Herz säen will:

Kyrie | mit GL 155

Herr Jesus Christus,
Du bist der Sämann.
Dein Wort will in uns Frucht bringen.
In den Glaubenden offenbart sich die Frucht des Glaubens.

Gloria | Tagesgebet | MB 224

Gott, du bist unser Ziel,
du zeigst den Irrenden das Licht der Wahrheit
und führst sie auf den rechten Weg zurück.
Gib allen, die sich Christen nennen, die Kraft,
zu meiden, was diesem Namen widerspricht,
und zu tun, was unserem Glauben entspricht.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

„Wer Ohren hat, der höre“, sagt Jesus im Evangelium. Im Vertrauen darauf, dass Gott auch uns erhört, rufen wir zu ihm:

  • Für alle, die ihre Erfüllung in Macht, Schönheit und Reichtum suchen.
    Lass sie die wahren Werte erkennen
    und aus der Freude des Alltags heraus leben.
  • Für alle, die das Wort Gottes verkünden.
    Schenke ihnen Kraft und Kreativität
    deine Botschaft überzeugend und begeisternd zu verkünden.
  • Für alle, die Menschen begleiten.
    Gib ihnen Kraft und Ausdauer
    und die nötigen Worte, die zur Fülle des Lebens führen.
  • Für alle, die keinen Sinn mehr im Leben sehen.
    Öffne ihnen die Augen und Sinne für Begegnungen,
    die sie weiter tragen und erfüllen.
  • Für alle, die anderen zuhören.
    Lass sie ein offenes Ohr haben ohne selbst zu zerbrechen
    und Mut machende Worte finden.
  • Für unsere Verstorbenen und alle Opfer von Krieg und Gewalt.
    Nimm sie auf in deine Herrlichkeit
    und tröste die Trauernden mit der Hoffnung.

Die Saat des Glaubens und Vertrauens auf dich will auch in unserem Leben aufgehen, wo wir offen sind für dich und deine Botschaft und im Alltag danach zu leben versuchen bis in Ewigkeit. AMEN.

Schlussgebet | MB

Herr, unser Gott,
wir danken dir für die heilige Gabe.
Lass deine Heilsgnade in uns wachsen,
sooft wir diese Speise empfangen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Jes 55,10–11

Im Exil in Babylon tritt der zweite Jesaja auf,
der den Verschleppten neuen Mut macht.
Die Zerstörung Jerusalems und des Heiligtums
haben alle noch in guter Erinnerung.
Inmitten der Erfahrung von Ende und Untergang
verheißt Jesaja eine neue Zukunft mit Gott,
denn er ist verlässlich.

Hinführung zur zweiten Lesung | Röm 8,18–23

Der Glaubende ist weiter in der Welt,
er erlebt Schmerz und Scheitern.
Paulus ermutigt im Brief an die Christen Roms
durch ein Leben aus dem Geist
Zeuge der Erlösung in der Welt zu sein.

Meditation

Vom Sämann lernen
heißt auch in meinem Leben
die Chancen und Möglichkeiten
breit zu streuen.

Mich nicht ängstlich zurück halten
mit meinen Fähigkeiten
meinen Sehnsüchten und Ideen,
es einfach zu versuchen.

Offen sein für das Leben,
bereit sein Erfahrungen zu machen
und nicht müde werden,
der Welt mit weitem Herzen zu begegnen.

Auch ich kann Fruchtbringen
hundertfach und sechzigfach und dreißigfach,
mit dem was ich gesät habe
im Leben, in der Welt.

Vom Sämann lerne ich,
anzufangen zu säen und nicht ängstlich sein
Zuversicht und Freude zu verschenken
dass Gottes Reich unter uns wachsen kann.

⇒ Reinhard Röhrner

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