Impulse zum 26. Sonntag im Jahreskreis A

omnia quae fecisti | Lektionar VIII, 245-252: Joël 2,21-24.26-27 | 1 Tim 6,6-11.17-19 | Lk 17,11-19

Das Vertrauen in die Mächtigen in Staat und Gesellschaft ist weithin erschüttert. Die Entwicklungen der letzten Wochen legen offen, dass ihnen Viele nicht mehr zutrauen, die Gesellschaft in eine gute Zukunft zu führen.
Aufbruch und Veränderung ist schwierig und mühsam. Es ist kein leichter Prozess. Dort wo meine eigenen Lebensbereiche betroffen sind, ist die Veränderung am schwersten. Obwohl wir intuitiv spüren, dass es notwendig ist.
In vielen Perspektiven ist es vielleicht ganz ähnlich wie zur Zeit Jesu, die Mächtigen werden als ungerecht wahrgenommen, Wege zu einem gelingenden Miteinander mit römischer Besatzungsmacht und jüdischer Oberschicht scheinen schwierig. Und doch ermutigt der Glaube den Aufbruch und das Miteinander zu wagen, dass Gottes Geist in unserer Welt spürbar ist. Rufen wir zu Christus, unserem Kyrios

Kyrie | mit GL

Herr, Jesus Christus,
du ermutigst die Welt zu gestalten. Kyrie eleison.
Du schenkst Leben in Fülle. Christe eleison.
Du stärkst uns in den Aufgaben der Welt. Kyrie eleison.

Gloria | Tagesgebet | MB 238

Großer Gott, du offenbarst deine Macht
vor allem im Erbarmen und im Verschonen.
Darum nimm uns in Gnaden auf,
wenn uns auch Schuld belastet.
Gib, dass wir unseren Lauf vollenden
und zur Herrlichkeit des Himmels gelangen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
Deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Gott sieht uns und unsere Not, er macht uns Mut zu ihm zu kommen mit unseren Sorgen und Nöten:

  • Für die Mächtigen der Welt,
    dass sie im Geiste der Gerechtigkeit
    zum Wohl aller Menschen handeln.
  • Für Papst Leo XIV., der gerade in Frankreich ist,
    dass aus der Begeisterung mit der Begegnung mit ihm
    nachhaltige Glaubenserfahrungen werden.
  • Für die Menschen, die sich am Rande fühlen,
    dass sie erfahren wertgeschätzt und geliebt zu sein.
  • Für die Kinder und Jugendlichen,
    dass sie in eine intakte Welt hinein gehen dürfen
    und Gottes Spuren in ihr entdecken.
  • Für unsere Verstorbenen,
    in Gottes Herrlichkeit sein dürfen.

Wir danken dir, Herr unser Gott, durch Jesus Christus, unseren Herrn. AMEN.

Schlussgebet | MB

Allmächtiger Gott, in der Feier der Eucharistie
haben wir den Tod des Herrn verkündet.
Dieses Sakrament stärke uns an Leib und Seele
und mache uns bereit, mit Christus zu leiden,
damit wir auch mit ihm zur Herrlichkeit gelangen,
der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Ez 18,25–28

Wer auf der Suche nach einer Antwort ist,
muss lernen die richtigen Fragen zu stellen.
Beim Blick in die Welt fragen wir
angesichts des Leidens so vieler Menschen
wie Gott das zulassen kann.
Ezechiel dreht die Frage der Menschen
im babylonischen Exil um,
die an Gottes Güte zweifeln,
und fragt wie Menschen
soviel Leid zulassen und zufügen können

Hinführung zur zweiten Lesung | Phil 2,1–11 (oder 2,1–5)

Gerade weil dem Apostel Paulus
die Christen in Philippi so sehr am Herzen liegen
spricht er offen die Defizite an
und ermuntert die Gemeinde
den Geist Jesu Christi lebendig werden zu lassen,
indem sie in Liebe die Einheit suchen.

Lesehinweis

Ezechiel Betonung auf zweiten e, i-el getrennt sprechen

Meditation

Ich kenne Tage,
da will scheinbar jeder etwas von mir,
das nur kurz
und das auch noch.

Ja, sagt man da schnell
ohne wirklich daran zu denken
alles zu tun und ernsthaft zu erledigen,
das würde uns grenzenlos überfordern.

In der Erzählung Jesu
geht es um mehr als ein Ja
und auch nicht einfach darum
etwas zu tun und zu erfüllen.

Wer im Glauben an Gott lebt,
ist immer gerufen aufmerksam zu sein
für sich und die Umwelt
und ihr mit Liebe zu begegnen.

Wieviel könnten wir zu Guten wenden,
wenn wir aufmerksamer wären
für die Nöte der Welt
und mit großem Herz darauf antworteten?

Reinhard Röhrner

Weitere Impulse
26 A Jahreskreis – Sonntag 26 – Omnia quae fecisti

Nach oben scrollen