Als Christus geboren wurde

verkündeten Engel den Frieden auf Erden!

Uns ist heute ein Kind geborenFriede auf Erden, eine revolutionäre Botschaft. Beim Blick auf die Wirklichkeit der Welt und unseres persönlichen Lebens kann es beinahe wie ein Hohn klingen. Ein frommes Geschwätz, das seit über zweitausend Jahren immer wieder erzählt wird!

In der weihnachtlichen Stimmung mag es passen, aber hat es auch mit unserem Leben zu tun? Ist Weihnachten so etwas wie eine Verschnaufpause ehe es wieder an den harten Alltag geht?

Nach dem Fest sind die frommen Gedanken Geschichte, möchten wir manchmal fast resignierend feststellen und sagen damit mehr, als wir es auf den ersten Blick denken. Wahrlich: es ist Geschichte.

Gott wird Mensch, der Ungreifbare wird ein greifbarer Mensch, die Sehnsucht des Menschen wird greifbar in Jesus Christus.

Das ist ungeheuerlich, weil Gott so seine Zusage an den Menschen in der geschichtlichen Wirklichkeit ausspricht. Er schenkt dem Menschen, was er sich ersehnt. Wo sich der Mensch Gott öffnet, kann er ihm begegnen. In Jesus Christus gibt er uns eine unerwartete Möglichkeit dies zu erfahren.

Da verkündeten die Engel „Gott im Himmel gehört alle Ehre! Denn er wendet sich den Menschen in Liebe zu und bringt der Welt den Frieden.” (Lk 2,14)

Die Botschaft der Engel bleibt damit keine leere Botschaft. Die Übersetzung macht deutlich, dass Gott sich uns offenbart und einen Weg zum Frieden aufzeigt. Gott wird Mensch um uns Menschen einen Weg zu Gott zu eröffnen. Er wendet sich uns in Liebe zu und bewirkt damit Frieden in den Herzen aller, die ihn – bewusst oder unbewusst -annehmen können.

Der Friede beginnt im Menschen. Er zeigt und äußert sich, wo der von Gott geliebte Mensch in dieser Liebe Gott antwortet. Weil Gott einer von uns geworden ist, er uns im Nächsten begegnet wird die Begegnung mit den Mitmenschen zu einer Form Gott in der Welt zu begegnen.

Leider wird freilich auch diese Botschaft nicht selten verstellt und in den Hintergrund der Selbstbehauptung oder anderer Machtspiele gedrückt, ja manchmal einfach nur der Oberflächlichkeit geopfert.

Wenn wir aber den Mut aufbringen ehrlich Weihnachten zu feiern und die Gnade der Gottesbegegnung im alltäglichen Leben anfanghaft erahnen, zeigt sich, dass alle vordergründige Tümelei rund um das Weihnachtsfest nicht die letzte tiefe Wahrheit der Heiligen Nacht ist.

Wenn wir für uns und unser Leben beginnen zu begreifen, dass Weihnachten mehr ist als stimmungsvolle Momente im Jahreslauf, dass wir ganz persönlich mit unserem Sehnen und Planen gemeint sind, werden wir die Zusage Gottes an uns auch persönlich ahnen können.

Wir Menschen brauchen für unser Leben aber nicht nur abstrakte Wahrheiten und Erkenntnisse, sondern müssen einen Widerhall in der greifbaren und begreifbaren Welt erspüren. Deshalb ist es wichtig diese Nacht immer wieder aufs Neue zu feiern.

Nach Weihnachten ist die Welt eben doch eine andere, weil Gott uns angenommen hat, er uns seine Zusage und seine Liebe ohne Vorbehalt schenkt. Wir brauchen sie nicht zu verdienen oder sie uns zu erarbeiten, er schenkt sie uns oder wie die Kirche sagt: Es ist Gnade.

Die Gnade der Heiligen Nacht kann so unser Dunkel verändern, kann den Frieden des Herzens wachsen lassen, wo wir ihn zulassen und annehmen.

 

Allen ein frohes und gnadenreiches Weihnachtsfest
und Gottes reichen Segen für das Jahr des Herrn 2015

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