Impulse zum 3. Sonntag im Jahreskreis A | cantate Domino

Cantate Domino | Lektionar I/A, 244: Jes 8,23b – 9,3 | 1 Kor 1,10–13.17 | Mt 4,12–23

Wir leben ziemlich vernetzt, Informationen aus aller Welt erreichen uns in kurzen Abständen. Gefühlt sind wir umfassend und objektiv informiert. Bei genauerer Betrachtung, also dem Blick hinter die Kulissen sozusagen, erkennen wir, dass die Algorithmen eine Vorauswahl treffen und die Informationsflüsse lenken. Wir sprechen oft von der eigenen Blase, in der Informationen, die zu uns passen erscheinen und andere ausgeblendet werden. Damit engen wir den Blick auf die Welt ein, ohne es zu wollen.
Im Glauben sind wir eingeladen immer wieder die eigene Blase und den sicheren Wohlfühlraum zu verlassen. Nicht hilflos, aber mit Gott an unserer Seite neues zu entdecken und die Sinne zu weiten. So feiern wir miteinander Gottesdienst und preisen Jesus Christus, als unseren Kyrios:

Kyrie | mit GL

Herr, Jesus Christus,
du gehst bis an die Grenzen. Kyrie eleison.
Du verkündest das Himmelreich. Christe eleison.
Du rufst uns dir auf dem Weg zu folgen. Kyrie eleison.

Gloria | Tagesgebet | MB 210

Allmächtiger, ewiger Gott,
lenke unser Tun nach deinem Willen
und gib,
dass wir im Namen deines geliebten Sohnes
reich werden an guten Werken.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN

Fürbitten

Im Gewirr von Nachrichten und Botschaften, im Chaos der Welt rufen wir zu Jesus Christus, der uns hört:

  • Du rufst Menschen, dir zu folgen.
    Ermutige alle Menschen auf der Suche nach dem Sinn des Lebens
    aus dem Glauben Antworten darauf zu geben.
  • Du bist an die Ränder gegangen.
    Hilf den Christen deine Botschaft
    auch an die Ränder unserer Gesellschaft zu tragen.
  • Die Nachrichten von Terror und Krieg machen Angst.
    Stärke alle Menschen, die sich für Frieden einsetzen
    und anderen Wege des Friedens zeigen.
  • Veränderung und Neuanfang sind schwer.
    Zeige den Christen Wege
    aus dem Glauben das Leben neu zu gestalten.
  • Nimm die Verstorbenen auf in deine Liebe
    und tröste alle die kraftlos und traurig sind.

Du veränderst die Welt mit deiner Botschaft und deinem Licht, wo Menschen aus dem Glauben heraus beginnen die Gemeinschaft zu gestalten, heute, alle Tage und in Ewigkeit. AMEN.

Schlussgebet | MB

Allmächtiger Gott,
in deinem Mahl
schenkst du uns göttliches Leben.
Gib, dass wir dieses Sakrament
immer neu als dein großes Geschenk empfangen
und aus seiner Kraft leben.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung |  Jes 8,23b – 9,3

Heute hören wir einen adventlichen Text,
um uns bewusst zu machen,
dass wir immer in der Erwartung des Herrn leben.
Die Gebiete der Stämme Sebulon und Naftali,
die in Galiläa liegen,
wurden von Assyrern besetzt,
sind vom Glauben abgefallen, vom Licht zum Dunkel.
Jesaja sagt den davidischen Friedensfürst voraus,
der dem Volk im Dunkel das Licht Gottes bringt.
Nach dem Matthäus-Evangelium
wurde diese Verheißung
durch Verkündigung und Wirken Jesu
im heidnischen Galiläa Wirklichkeit.

Hinführung zur zweiten Lesung | 1 Kor 1,10–13.17

Auch christliche Gemeinden sind immer in Gefahr,
wo das Engagement Einzelner
zum Maßstab für alle gemacht werden soll,
bleiben Parteiungen, Streit und Spaltungen nicht aus.
Paulus spricht es offen an
und mahnt zur Einheit in Christus.
Jeder soll ihn zum Maßstab seines Handelns machen
und nach seiner Kraft und Fähigkeit
die frohe Botschaft verkünden!

Lesehinweis

Sêbulon | E wird betont und lang gesprochen
Náftali | erstes A wird betont
Chloë – sprich o-e getrennt

Meditation

Kehrt um,
denn das Himmelreich ist nahe“ (Mt 4,17b)
ruft Jesus den Menschen zu.

Auch mich ermutigt er
umzukehren,
wo ich mich verlaufen habe
in die Grenzen meines Ichs,
in die Versuchung von Macht und Besitz
in die Selbstgenügsamkeit.

Umkehren,
denn Gottes Reich ist nah,
wo ich mich leiten lasse
von Gottes Heiligem Geist,
von der Offenheit für Menschen und Welt
vom Geist des Friedens
in mir und mit der Welt.

Nachfolgen heißt
immer wieder diesen Weg
mit Gott inmitten des Alltags zu suchen.

Reinhard Röhrner

Meditation | Alternative

Gott kommt in die Welt,
er kommt in meine Welt
und ruft mich
ihm zu folgen.

Er lädt mich ein,
meine Berufung in der Welt
zu finden und zu entfalten,
im Nachfolgen mich selbst finden.

Nachfolge ist immer
Entscheidung für mich
und meinen eigenen Weg,
der vor mir liegt, dass ich ihn gehe.

„Kehrt um,
denn das Himmelreich ist nahe!“
Mehr als ein Versprechen,
mehr als eine Vision.

In den vielen Wegen dieser Welt,
in meinem persönlichen Umfeld
Zeugnis von ihm zu geben,
heißt Umkehr zu leben.

Wo es mir gelingt,
im Einklang mit mir und Gott zu leben,
wird sein Himmel erfahrbar
in den Herzen der Menschen.

Reinhard Röhrner

Weitere Impulse
26 A Jahreskreis – Sonntag 3 – cantate domino

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