Alles wandelt sich

Im Jahr 1944 schrieb der Dichter Bert Brecht im Exil in Amerika sein kurzes Gedicht. Er selbst auf der Flucht über Skandinavien nach Amerika gelangt fühlt sich dort unverstanden und abgelehnt, vom Staat überwacht. Keiner scheint seine dichterische Sprache zu verstehen. Er sehnt sich nach der Heimkehr in ein Deutschland nach dem Krieg. Die Hoffnung auf Versöhnung und Vergebung zeigt sich zaghaft in den kurzen Versen:

Alles wandelt sich. Neu beginnen
Kannst du mit dem letzten Atemzug.
Aber was geschehen, ist geschehen. Und das Wasser
Das du in den Wein gossest, kannst du
Nicht mehr herausschütten.
Was geschehen, ist geschehen. Das Wasser
Das du in den Wein gossest, kannst du
Nicht mehr herausschütten, aber
Alles wandelt sich. Neu beginnen
Kannst du mit dem letzten Atemzug

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