Impulse zum 3. Sonntag im Jahreskreis | A

Lektionar I/A, 240: Jes 8,23b – 9,3 | 1 Kor 1,10–13.17 | Mt 4,12–23 oder 4,12–17

Wenn wir auf unser Verhalten blicken und auch den berichten anderer Glauben schenken, dann nehmen sich zum Jahreswechsel viele Menschen etwas vor, das kaum Mitte Januar erreicht, gegen Ende des Monats sind die meisten Vorsätze Makulatur und nur noch eine nette Erinnerung. Es ist nicht einfach sein Leben umzukrempeln, das Neue und Unbekannte ist eben nicht so sicher wie das Vertraute und so fallen wir oft ganz schnell wieder in alte Verhaltensmuster zurück.

Im Exerzitienbuch des Ignatius von Loyola finden wir einen Übungsweg, der in der Tradition mit dem lateinischen Wort ‚magis‘ umschrieben wird. Magis heißt mehr, also nicht alles völlig verändern und umdrehen, aber ein mehr im Guten, in dem, was mich mehr zu Gott und mir selbst führt.

Im heutigen Evangelium begegnet uns auch ein mehr im Wirken Jesu. Matthäus baut seine Erzählung nach dem alttestamentlichen Propheten Elija auf. Jesus vollbringt ähnliche Taten und vollbringt immer ein Mehr um deutlich zu machen, dass er der erhoffte Erlöser ist, ihn preisen wir als den Christus, unseren Herrn und Kyrios:

Kyrie | mit GL

Herr Jesus Christus,
du wirkst Wunder inmitten der Welt. Kyrie eleison.
Du rufst Menschen dir zu folgen. Christe eleison.
Du zeigst uns die Liebe Gottes. Kyrie eleison.

Gloria | Tagesgebet | MB 209

Allmächtiger, ewiger Gott,
lenke unser Tun nach deinem Willen
und gib,
dass wir im Namen deines geliebten Sohnes
reich werden an guten Werken.
Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Gott,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Jesus ruft zur Umkehr auf, denn das Himmelreich ist nahe. Deshalb wenden wir uns an ihn und bitten:

  • Für die Menschen, die nach Sinn suchen.
    Lass sie die frohmachende Botschaft deiner Liebe erkennen
    und so neue Zuversicht im Leben entdecken.
  • Für die Menschen, die im Dunkel von Angst und Schuld leben.
    Gehe in ihrem Leben auf als Licht,
    das die Dunkelheit vertreibt.
  • Für die Menschen,
    die vom Erdbeben oder anderen Unglücksfällen betroffen sind.
    Stärke die Helfer
    und alle, die sich um die Not der Menschen sorgen.
  • Für die Einheit der Christen, die auf verschiedenen Wegen versuchen
    Zeugen deiner Liebe in der Welt zu sein.
    Öffne Wege zu Gemeinschaft und Miteinander.
  • Für die Sterbenden, die mit dem Leben ringen
    und alle unsere Verstorbenen.
    Lass sie in deinem endlosen Licht leben.

Auch uns willst du nahe sein und deine Liebe erfahren lassen. Dafür danken wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN

Schlussgebet

Allmächtiger Gott,
in deinem Mahl
schenkst du uns göttliches Leben.
Gib, dass wir dieses Sakrament
immer neu als dein großes Geschenk empfangen
und aus seiner Kraft leben.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Jes 8,23b – 9,3

Heute hören wir einen adventlichen Text,
um uns bewusst zu machen,
dass wir immer in der Erwartung des Herrn leben.
Die Gebiete der Stämme Sebulon und Naftali,
die in Galiläa liegen,
wurden von Assyrern besetzt,
sind vom Glauben abgefallen, vom Licht zum Dunkel.
Jesaja sagt den davidischen Friedensfürst voraus,
der dem Volk im Dunkel das Licht Gottes bringt.
Nach dem Matthäus-Evangelium
wurde diese Verheißung
durch Verkündigung und Wirken Jesu
im heidnischen Galiläa Wirklichkeit.

Hinführung zur zweiten Lesung | 1 Kor 1,10–13.17

Auch christliche Gemeinden sind immer in Gefahr,
wo das Engagement Einzelner
zum Maßstab für alle gemacht werden soll,
bleiben Parteiungen, Streit und Spaltungen nicht aus.
Paulus spricht es offen an
und mahnt zur Einheit in Christus.
Jeder soll ihn zum Maßstab seines Handelns machen
und nach seiner Kraft und Fähigkeit
die frohe Botschaft verkünden.

Meditation

Gott kommt,
er kommt mir nahe,
er geht dem Menschen nach
und ruft jeden Einzelnen.
Jesus geht zu den Menschen,
er wendet sich ihnen zu.

Er wendet keine Gewalt an,
er geht dem Menschen nach
und schenkt ihm
seine heilende Nähe
und liebende Gegenwart
nicht mit Angst und Druck.

„Kehrt um, denn das Himmelreich ist nahe!“
Mehr als ein Versprechen,
mehr als eine Vision.
Es wird spürbar und erfahrbar
wo Menschen ihr denken ändern
und sich an Gott ausrichten.

Das Himmelreich öffnet sich,
wo Menschen
Hass und Streit überwinden,
Rache der Vergebung weicht
und gemeinsam beginnen
den Traum von Gottes schöner Welt zu leben.

⇒ Reinhard Röhrner

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17 Lj A Jahreskreis – Sonntag 3 – Meditation und Hinführungen

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