Impulse zum 19. Sonntag im Jahreskreis | A

19. Sonntag im Jahreskreis | Jahreskreis Sonntage 18-34 | Lesejahr A
Lektionar I/A, 299: 1 Kön 19,9a.11–13a | Röm 9,1–5 | Mt 14,22–33

Die Suche nach Events und ausgefalleneren Aktionen scheint sich unaufhörlich zu steigern. Wer mithalten will, muss einiges investieren, manchmal sogar das eigene Leben für den scheinbar ultimativen Kick riskieren.
In der ersten Lesung hören wir etwas völlig anders. Nicht im Spektakulären, sondern in der tiefen Stille und Innerlichkeit begegnet der Prophet Elija seinem Gott, der all diese Machtspiele nicht nötig hat. Das läutet die Wende in seinem Leben ein.
Und Petrus erfährt etwas ganz Ähnliches, solange er auf Christus schaut und darauf hinlebt, ist er gerettet. Mit ihm rufen wir zu Christus, unserem Herrn und Kyrios:

Kyrie | mit GL 154

Herr Jesus Christus,
Du wirkst in der Stille.
Du hast alle Menschen erlöst.
Du öffnest den Weg zum Leben.

Gloria | Tagesgebet | MB 229

Allmächtiger Gott,
wir dürfen dich Vater nennen,
denn du hast uns an Kindes statt angenommen
und uns den Geist deines Sohnes gesandt.
Gib, dass wir in diesem Geist wachsen
und einst das verheißene Erbe empfangen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, du bist der Retter der Welt und auch unser Erlöser. In den Sorgen und Nöten der Zeit rufen wir zu dir:

  • Für die Menschen in das Laute in der Welt suchen,
    lass sie die Kraft der Stille erkennen
    und schenke ihrem Leben so neuen Reichtum.
  • Für die Menschen, die auf der Suche sind,
    stelle ihnen gute Begleiter an die Seite,
    die ihnen helfen, die richtigen Wege zu gehen.
  • Für die Menschen, deren Lebensplan zerbrach
    oder die gescheitert sind
    zeige ihnen Wege in eine gute Zukunft
    und starke Begleiter auf diesem Weg.
  • Für die Juden, die Gott erwählt hat,
    dass sie den Weg des Glaubens gehen
    und mitarbeiten an einer friedlichen Welt.
  • Für alle, deren Leben aus dem Gleichgewicht geraten ist,
    dass sie helfende Hände spüren
    und neu vertrauen können.

Du bist uns nahe und streckst auch uns deine Hand entgegen, dafür danken wir dir heute und in Ewigkeit. AMEN.

Schlussgebet | MB

Barmherziger Gott,
wir haben
den Leib und das Blut deines Sohnes empfangen.
Das heilige Sakrament bringe uns Heil,
es erhalte uns in der Wahrheit
und sei unser Licht in der Finsternis.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | 1 Kön 19,9a.11–13a

Viele Menschen suchen große Momente
in spektakulären Erfahrungen.
Heute hören wir vom Propheten Elija,
der eine intensive Gottesbegegnung macht,
die seinem Leben neue Kraft verleiht.
Ganz in der Stille,
in der „Stimme verschwebenden Schweigens“
wie es Martin Buber übersetzt.

Hinführung zur zweiten Lesung | Röm 9,1–5

Der Apostel Paulus wurde als Jude erzogen,
ein pharisäischer Rabbiner.
So tut es ihm im Innersten weh,
wenn er sieht wie seine Glaubensgenossen
in Jesus nicht den Messias erkennen.
Paulus wertet die Juden nicht ab,
er gibt seiner Trauer Ausdruck.

Meditation

Im heftigen Sturm,
der die Berge zerriss,
war ER nicht.

Im Erdbeben,
das die Erde aufreißt,
war ER nicht.

Im gewaltigen Feuer,
das alles verbrennt,
war ER nicht.

In der leisen Stille,
wenn alles vorüber ist,
kommt Gott selbst.

Er braucht seine Macht nicht beweisen,
er ist so groß,
dass er das nicht nötig hat.

Wir dürfen ihn erfahren,
wo wir ganz offen sind
für ihn und seine Begegnung.

In unserem Innern
wird er uns begegnen,
überraschend,
unaufdringlich
und voller Zärtlichkeit.

⇒ Reinhard Röhrner

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