Impulse zum Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel | In Assumptione BMV | B

In Assumptione BMV | Lektionar II/B, 324: 1 Kön 19,4–8 | Eph 4,30 – 5,2 | Joh 6,41–51

Wo oder was ist der Himmel? – In der Alltagssprache begegnen wir ganz vielen vordergründigen Beschreibungen himmlischer Erfahrungen oder gar Teile des Himmels. Was all diesen gleich ist, dass der Mensch dort, wo er sie erfährt, voller tiefer Freude ist. Ein Ziel, das immer nur teilweise erfahren werden kann.

Was muss ich also tun, um in den Himmel zu kommen? So etwas ähnliches wie beim Schwimmenlernen. Dort mache ich mich mit dem Wasser vertraut, lerne mich sicher in einem unsicheren Umfeld zu bewegen und schließlich zuversichtlich über oder gar unter dem Wasser dahingleiten.

Und für Gott? Da muss ich die Liebe lernen, die über den Egoismus hinaus reicht, die engen Grenzen meines Ichs im Du Gottes spiegelt. So kann und darf ich ganz bereit sein bei Gott zu leben.

Kyrie

Herr, Jesus Christus,
du hast Maria zur Mutter erwählt.
Du bist Mensch geworden in Maria.
In Maria zeigst du uns die Erfüllung unseres Lebens.

Gloria | Tagesgebet | MB 749

Allmächtiger, ewiger Gott,
du hast die selige Jungfrau Maria,
die uns Christus geboren hat,
vor aller Sünde bewahrt und sie mit Leib und Seele
zur Herrlichkeit des Himmels erhoben.
Gib, dass wir auf dieses Zeichen
der Hoffnung und des Trostes schauen
und auf dem Weg bleiben, der hinführt zu deiner Herrlichkeit.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Wir rufen zu Gott, der Maria mit Leib und Seele erlöst und in seine liebende Gegenwart aufgenommen hat:

  • Für die Kirche:
    Lass sie das Geheimnis der Erfüllung im Glauben treu verkünden
    und so den Menschen Hoffnung schenken.
  • Für die Sinnsucher:
    Zeige ihnen die Kraft der Hoffnung
    durch begeisternde Glaubenszeugen.
  • Für die Kranken:
    Schenke ihnen gute Ärzte und Pfleger,
    die Linderung der Schmerzen und neue Zuversicht.
  • Für die Urlauber und Pilger:
    Schenke ihnen Erholung an Leib und Seele
    und lass sie neue Kraft tanken.
  • Für die Verstorbenen:
    Nimm sie auf in deine erlöste Herrlichkeit
    wie du Maria aufgenommen hast.

Herr, unser Gott, auch für uns hast du ein Leben ohne Ende, ohne Schmerz und Leid bereitet, das du an deiner Mutter Maria schon vollendet hast. Dafür loben und preisen wir dich jetzt und bis in Ewigkeit. AMEN.

Schlussgebet | MB

Barmherziger Gott,
wir haben das heilbringende Sakrament empfangen.
Lass uns auf die Fürsprache der seligen Jungfrau Maria,
die du in den Himmel aufgenommen hast,
zur Herrlichkeit der Auferstehung gelangen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Offb 11,19a; 12,1–6a.10ab

In einer Zeit der Bedrängnis
der jungen Christenschar im 1. Jahrhundert
ist der Seher Johannes auf Patmos
und hat Visionen.
Die Bilder sind Ausdruck der Not,
aber auch der Hoffnung
und Zuversicht aus dem Glauben.
Der Himmel öffnet sich für den,
der sich auf Gott verlässt.
So findet er Grund für seine Hoffnung.

Hinführung zur zweiten Lesung | 1 Kor 15,20–27a

In seiner Auferstehung
hat uns Jesus eine Perspektive aus dem Glauben gegeben,
die alle weltliche Erfahrung sprengt.
Dies macht den Kern christlichen Glaubens aus.
Paulus schreibt mit Leidenschaft
von der Osterbotschaft
an die Christen in Korinth,
weil er selbst auf dem Weg nach Damaskus
dem Auferstandenen Christus begegnete. 

Lesehinweis

Meditation

Aufgenommen in den Himmel,
einfach so,
nicht aus eigener Kraft,
sondern als Geschenk.

Nach allen Erfahrungen
und den Enttäuschungen des Lebens
in Gottes Fülle,
ganz sein in seiner Liebe.

Alle Vorläufigkeit,
alles Vor- und Zurückblicken
ist überwunden
in seiner liebenden Zusage.

Aufgenommen in den Himmel
feiern wir die Jungfrau Maria
als erste der Menschen ist sie ganz bei ihm,
ihrem Schöpfer, ihrem Sohn und Erhalter. So leben wir
in der lebendigen Hoffnung,
dass sich unser Sehnen
ebenso in Gottes Herrlichkeit erfüllen wird

Reinhard Röhrner

Meditation | Alternative

In den offenen Fragen,
in den angefangenen Dingen,
in den angedachten Erkenntnissen,
in den vielen Brüchen des Lebens
sehne ich mich nach Ganzheit.

In der Vorläufigkeit der Entscheidungen,
in der Unsicherheit menschlichen Tuns,
in der Beliebigkeit des Willens,
in der Vergänglichkeit der Welt
sehne ich mich nach Endgültigkeit.

In der Hilflosigkeit des Alltags,
in der Gehässigkeit von Beziehungen,
in der Schnelligkeit des Lebens,
in der eigenen Ohnmacht,
sehne ich mich nach Vollendung.

Du schenkst Ganzheit,
endgültig und vollendet,
dem, der dir vertraut,
in deiner liebenden Ewigkeit

Reinhard Röhrner

Weitere Impulse
Meditation
21 B Jahreskreis – Mariae Himmelfahrt – In Assumptione BMV
21 B Jahreskreis – Mariae Himmelfahrt – Hinführungen und Meditation

%d Bloggern gefällt das: