Impulse zum 3. Sonntag im Jahreskreis | B

3. Sonntag | Jahreskreis Sonntag 1-17 B | Lesejahr B
Cantate Domino | Lektionar II/B, 265:
Jona 3,1-5.10 | 1 Kor 7,29-31 | Mk 1,14–20

Eine Frage treibt in diesen Tagen viele Menschen um: Wie lange wird das alles noch dauern mit den Beschränkungen, wann werden wir wieder Lebensgewohnheiten pflegen können, die uns in diesen Wochen und Monaten so sehr fehlen?
Da wäre einer wie Jona willkommen, der damals den Menschen in Ninive die Frist von 40 Tagen zu Umkehr nannte. Doch die Bewohner brauchten keine 40 Tage, sie begannen umgehend ihren Lebensstil in Frage zu stellen und zu verändern. Inmitten der Krise haben sie mutige Schritte eines Neuanfangs gewagt.
Auch uns sagt der Glaube, dass es einen Weg gibt, der uns durch diese Krise führen kann. Die Kurzformel des Markusevangeliums mit der Jesus sein öffentliches Wirken beginnt: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium! (Mk 1,15)
Ein Wort des Mutes auch für uns in der Achtsamkeit für Gott und aufeinander Wege der Zuversicht in die Zukunft zu wagen, gerade in Zeiten der Krise:

Kyrie

Herr Jesus Christus,
die Zeit ist erfüllt. Kyrie eleison.
Das Reich Gottes ist nahe. Christe eleison.
Du verkündest die Frohbotschaft. Kyrie eleison.

Gloria | Tagesgebet | MB 210

Allmächtiger, ewiger Gott,
lenke unser Tun nach deinem Willen
und gib,
dass wir im Namen deines geliebten Sohnes
reich werden an guten Werken.
Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Gott,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Beten wir zu Jesus Christus, der uns das Reich Gottes verkündete und Mut macht ihm zu vertrauen:

  • Für alle, die Gottes Frohbotschaft verkünden,
    dass sie Freude und Zuversicht wecken können.
  • Für alle, die sorgenvoll in die Zukunft blicken,
    dass sie aus Gottes Wort neuen Mut schöpfen
    und Kraft für die Zukunft gewinnen.
  • Für die Menschen, die unter der Pandemie besonders leiden
    in Alten- und Pflegeheimen oder Kliniken,
    dass sie neue Perspektiven sehen.
  • Für die Menschen, die vor dem wirtschaftlichen Ruin stehen,
    dass sie effektive Hilfe erleben.
  • Für die Familien, die in dieser Zeit
    besondere Herausforderungen meistern müssen,
    dass sie enger zusammenwachsen und sich gegenseitig stärken.
  • Für die Menschen, die in Gottes Fülle gingen,
    dass sie im Reich Gottes leben
    und alle Trauernden durch den Glauben getröstet werden.

Du bist auch heute und alle Tage unseres Lebens bei uns. Dir sei Lobpreis und Dank, jetzt und in Ewigkeit. AMEN.

Schlussgebet | MB

Allmächtiger Gott,
in deinem Mahl
schenkst du uns göttliches Leben.
Gib, dass wir dieses Sakrament
immer neu als dein großes Geschenk empfangen
und aus seiner Kraft leben.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Jona 3,1–5.10

Es ist eine witzige Geschichte
aus dem 4. Jahrhundert vor Christus
mit diesem Jona.
Eine Lehrerzählung, kein Tatsachenbericht.
Er kann es einfach nicht glauben,
dass Gott auch an Andersgläubigen und Fremden
gütig und barmherzig handelt.
Erst als er dem Fisch
– der in der Bibel kein Walfisch ist –
Entkommen ist, erfüllt er Gottes Willen
und das Unglaubliche wird Wirklichkeit.

Hinführung zur zweiten Lesung | 1 Kor 7,29–31

In der Mitte des ersten Jahrhunderts
schrieb Paulus in der Erwartung
der unmittelbaren Wiederkunft Christi
den ersten Brief an die Christen in Korinth.
Wie soll man als Christ leben,
wenn nicht mehr viel Zeit bleibt?
Wie können wir auch heute
Gottes Liebe unmittelbar erfahrbar machen.

Lesehinweis

Meditation

Glaubt
an das Evangelium,
das uns Gott verkündet.

Vertraut dem Wort,
das Gott selbst
in unsere Welt spricht.

Nicht die Not der Welt,
die Angst und Ohnmacht
haben das letzte Wort.

In seiner Fülle
will er bei uns sein
und uns erfüllen.

Mit Hoffnung
und Zuversicht
gehen wir in diese Zeit.

Im Glauben und Vertrauen
wandelt sich die Not
in erfüllte Gegenwart.

Reinhard Röhrner

Meditation | Alternative

„Die Zeit ist erfüllt,
das Reich Gottes ist nahe.
Kehrt um,
und glaubt an das Evangelium!“ (Mk 1,15)

Erfüllte Zeit,
es muss nichts Neues mehr kommen,
kein neuer Erlöser,
Gott selbst kommt zu uns.

In seinem Kommen in die Zeit
macht er jede Zeit
zur Zeit des Heiles,
die jedem offen steht.

Umkehren und bereit sein
ist meine einzige Aufgabe
seine Frohbotschaft zu erleben
und daraus mein Leben zu prägen.

Die Freiheit des Evangeliums
zeigt sich im Folgen Gottes,
seinem Wort und seinen Taten,
die mich selbst frei werden lassen.

Reinhard Röhrner

Weitere Impulse
Meditation
21 B Jahreskreis – Sonntag 3 – Cantate Domino
21 B Jahreskreis – Sonntag 3 – Hinführung und Meditation

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