Impulse zum 34. Sonntag im Jahreskreis | A | Christkönig

34. Sonntag im Jahreskreis | Jahreskreis A | Lesejahr A
D.N.J.C universorum regis | Christkönig
Lektionar I/A, 363: Ez 34,11–12.15–17 | 1 Kor 15,20–26.28 | Mt 25,31–46

„Qualis rex talis grex“, lautet ein altes lateinisches Sprichwort: Wie der König, so das Volk. Wörtlich übersetzt: Wie der König, so die Herde, oder bayrisch: Wie der Herr, so Gscherr. –

Der letzte Sonntag im Kirchenjahr stellt uns gewissermaßen als Summe aller Sonntage nochmals Christus, unseren Herrn, und seine Art des Herrschens vor Augen:
Ein König, der im Dienen herrscht, der wie ein Hirte den Schafen seiner Herde nachgeht, sich für sie in Dienst nehmen lässt. Keiner der mit Macht dreinschlägt, sondern der selbst den Weg des Leidens vorangegangen ist.

Lasst uns unseren König, den Kyrios für sein Erbarmen preisen:

Kyrie

Herr Jesus Christus,
König ohne Macht. Kyrie eleison.
König voller Liebe. Christe eleison.
König und Erlöser. Kyrie eleison.

Gloria | Tagesgebet | MB 261

Allmächtiger, ewiger Gott,
du hast deinem geliebten Sohn
alle Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden
und ihn zum Haupt der neuen Schöpfung gemacht.
Befreie alle Geschöpfe von der Macht des Bösen,
damit sie allein dir dienen
und dich in Ewigkeit rühmen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN

Fürbitten

Nicht Macht und Gewalt, sondern liebende Aufmerksamkeit sind die königlichen Insignien Christi. So rufen wir zu ihm, unserem König: 

  • Für alle, die sich für eine gerechte Ordnung
    in Kirche und Gesellschaft einsetzen,
    um Mut und kreative Ideen.
    Christus, unser König, höre uns. | ALLE Christus, unser König, erhöre uns.
  • Für alle, die sich für Menschen einsetzen,
    denen das Lebensnotwendige fehlt,
    um nachhaltige Wege der Hilfe.
  • Für alle, die auf der Flucht sind, vor anderen oder sich selbst,
    um einen Ort der Ruhe und der Sicherheit.
  • Für alle, die krank sind,
    um baldige Genesung.
  • Für alle die sich um die Kirchenmusik verdient machen
    oder sich um Künstler in dieser Zeit kümmern
    um großherzige Hilfen.
  • Für alle Verstorbenen, um die Freude in deinem Reich
    und Trost für alle Trauernden.

Ja, du bist unser König, wir danken dir, dass du uns nahe bist, heute und alle Tage bis in Ewigkeit. AMEN.

Schlussgebet | MB

Allmächtiger Gott,
du hast uns berufen,
Christus, dem König der ganzen Schöpfung, zu dienen.
Stärke uns durch diese Speise,
die uns Unsterblichkeit verheißt,
damit wir Anteil erhalten
an seiner Herrschaft und am ewigen Leben.
Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn. AMEN

Hinführung zur ersten Lesung | Ez 34,11–12.15–17

Gott ist treu,
er wird den Schwachen und Hilflosen helfen.
Diese Botschaft spricht der Prophet Ezechiel
zum Volk Israel in der Verbannung in Babylon.
Wenn Gott richtet,
bedeutet das Hoffnung für alle Leidenden und Rechtlosen.

Hinführung zur zweiten Lesung | 1 Kor 15,20–26.28

Die Begegnung mit dem Auferstandenen
hat das Leben des Apostels Paulus radikal verändert.
Weil Gott Jesus aus dem Tod erweckt hat,
so folgert er,
dürfen auch wir zuversichtlich hoffen,
dass der Tod in Christus überwunden ist.

Lesehinweis

Ezechiel – Betonung zweites e, i und e werden getrennt gesprochen

Meditation

Ein sonderbarer König,
Alpha und Omega,
Anfang und Ende
über Himmel und Erde.

Ein König,
der loslassen kann
und sich nicht klammert
an Macht und Gewalt.

Ein König, der hilft
Vorurteile zu überwinden,
Ausgegrenzte zu umarmen,
und Kranken mit Liebe und Fürsorge zu begegnen.

Ein König, der hilft
Ängste abzubauen,
Nächstenliebe zu leben,
und Feste zu feiern mit denen, die am Rand stehen. Ein König, der sich niederkniet
um mir die Füße zu waschen
und um mich aufzurichten
um der Welt seine Liebe zu verkünden.

Reinhard Röhrner

Meditation | Alternative

Chistkönig!
Christus ein König,
ein Herrscher der Welt?
Ein Machthaber?

Christus ist König,
ein König voll Barmherzigkeit,
der allen den Weg öffnet
barmherzig zu werden.

Barmherzig mit sich selbst,
wo ich hinter den Erwartungen
zurückbleibe und versage,
an meine Grenzen stoße.

Barmherzig mit anderen,
wo sie sich in der Welt verlieren
mir ungerecht begegnen,
sich gegen mich stellen.

Barmherzig mit Gott,
weil er sich nicht
in meine Verfügbarkeit begibt
und zum Spielball meiner Erwartungen wird.

Barmherzig, weitherzig,
weil in der Weite des Herzens
wirkliche Begegnung lebendig wird,
Begegnung von Gott und Mensch.

Reinhard Röhrner

Weitere Impulse
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20 Lj A Jahreskreis – Sonntag 34 – DNJC universorum regis
20 Lj A Jahreskreis – Sonntag 34 – Hinführung und Meditation