Impulse zum 26. Sonntag im Jahreskreis | A

26. Sonntag im Jahreskreis | Jahreskreis A | Lesejahr A
Omnia quae fecisti
Lektionar I/A, 330: Ez 18,25–28 | Phil 2,1–11 (oder 2,1–5) | Mt 21,28–32

Was hätte alles schon an Gutem geschehen können in unserer Welt, wenn nicht nur davon gesprochen würde, sondern auch tatsächlich so gehandelt. Das ist nicht nur im Großen so, sondern auch in unserem ganz konkreten Umfeld.

„Mach es!“, klingt in mir immer noch nach, wenn ich an einen Freund denke, der in meiner Studienzeit meine Studentenverbindung leitete. Während ich noch theoretisch Ideen entwickelt habe und darüber nachdachte, wie und was möglich wäre, mahnte er zur Tat. Keine Angst, wenn dann etwas schiefläuft, wir haben einen barmherzigen Gott, der stets die Umkehr zulässt. Zu ihm rufen wir vertrauensvoll:

Kyrie

Herr Jesus Christus,
du hast dich zum Diener aller gemacht. Kyrie eleison.
Du hast dich in Liebe den Menschen zugewendet. Christe eleison.
Du lädst uns ein dir zu folgen. Kyrie eleison.

Gloria | Tagesgebet | MB 238

Großer Gott, du offenbarst deine Macht vor allem
im Erbarmen und im Verschonen.
Darum nimm uns in Gnaden auf,
wenn uns auch Schuld belastet.
Gib, dass wir unseren Lauf vollenden
und zur Herrlichkeit des Himmels gelangen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN

Fürbitten

Wenden wir uns an Jesus Christus, unseren Herrn, der uns ein Beispiel der Liebe geschenkt hat:

  • Für die Kirche und alle Frauen und Männer,
    die in ihr mitarbeiten und die Frohbotschaft verkünden.
    Herr, lass sie den Menschen
    mit Hingabe begegnen und Liebe schenken
  • Für alle, die wichtige Entscheidungen treffen müssen,
    dass sie sich die notwendige Zeit nehmen
    und im Vertrauen auf dich gute Wege finden.
  • Für alle, die Schuld auf sich geladen haben oder andere verletzten,
    dass sie Wege der Umkehr und Versöhnung gehen
    und so deine Gegenwart in der Welt erfahren lassen.
  • Für alle, die unter Krankheit und Einsamkeit leiden,
    dass sie tatkräftige Hilfe erleben und neu vertrauen können.
  • Für unsere Verstorbenen und alle Trauernden,
    dass die Verstorbenen deine Herrlichkeit erleben
    und alle Trauernden in der Zuversicht des Glaubens getröstet werden.

Gott, du schenkst uns die Kraft zum neuen Beginn und hilfst uns weiter. Dafür danken wir dir durch Jesus Christus, unseren Herrn. AMEN.

Schlussgebet | MB

Allmächtiger Gott,
in der Feier der Eucharistie
haben wir den Tod des Herrn verkündet.
Dieses Sakrament stärke uns an Leib und Seele
und mache uns bereit mit Christus zu leiden,
damit wir auch mit ihm zur Herrlichkeit gelangen,
der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN

Hinführung zur ersten Lesung |Ez 18,25–28

Wer auf der Suche nach einer Antwort ist,
muss lernen die richtigen Fragen zu stellen.
Beim Blick in die Welt fragen wir
angesichts des Leidens so vieler Menschen
wie Gott das zulassen kann.
Ezechiel dreht die Frage der Menschen
im babylonischen Exil um,
die an Gottes Güte zweifeln,
und fragt wie Menschen
soviel Leid zulassen und zufügen können.

Hinführung zur zweiten Lesung | Phil 2,1–11 (oder 2,1–5)

Gerade weil dem Apostel Paulus
die Christen in Philippi so sehr am Herzen liegen
spricht er offen die Defizite an
und ermuntert die Gemeinde
den Geist Jesu Christi lebendig werden zu lassen,
indem sie in Liebe die Einheit suchen.

Lesehinweis

Meditation

Ich kenne Tage,
da will scheinbar jeder etwas von mir,
das nur kurz
und das auch noch.

Ja, sagt man da schnell
ohne wirklich daran zu denken
alles zu tun und ernsthaft zu erledigen,
das würde uns grenzenlos überfordern.

In der Erzählung Jesu
geht es um mehr als ein Ja
und auch nicht einfach darum
etwas zu tun und zu erfüllen.

Wer im Glauben an Gott lebt,
ist immer gerufen aufmerksam zu sein
für sich und die Umwelt
und ihr mit Liebe zu begegnen.

Wieviel könnten wir zu Guten wenden,
wenn wir aufmerksamer wären
für die Nöte der Welt
und mit großem Herz darauf antworteten?

Reinhard Röhrner

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