Impulse zum 2. Sonntag im Jahreskreis | Omnis terra | C

Omnis terra | Lektionar III/C, 250: Jes 62,1–5 | 1 Kor 12,4–11 | Joh 2,1–11

Das Festgeheimnis des 6. Januars war in der alten Liturgie dreigeteilt: Anbetung der Magier, Weinwunder zu Kana und Taufe Jesu, entsprechend des Offenbarwerdens Jesu Christi als Messias in den unterschiedlichen Evangelien.
Die Vermählung zwischen Himmel und Erde, zwischen Gott und Mensch ist Inhalt des Neuen Bundes, den Gott mit den Menschen geschlossen hat. Der Geist Gottes vereinigt sich mit dem dafür offenen Menschen, er bewirkt dadurch, was anderen nützt. Die Hochzeit zu Kana, von der wir heute hören, ist unser aller Fest. Das Wasser unseres täglichen Unvermögens kann eine Wandlung erfahren, wenn wir die Krüge unseres Lebens ganz bis zum Rand füllen. Damit das Wunder stattfinden kann, braucht es die wache Achtsamkeit unserer Herzen und die Tatkraft zur rechten Zeit.
Preisen wir Jesus Christus, unseren Kyrios:

Kyrie

Herr, Jesus Christus,
du hast Zeichen gewirkt, damit wir deiner Liebe glauben.
Du hast Zeichen gewirkt, damit wir den Vater im Himmel preisen.
Du hast Zeichen gewirkt und befähigst uns heute zu Zeichen.

Gloria | Tagesgebet | MB 209

Allmächtiger Gott,
du gebietest über Himmel und Erde,
du hast Macht über die Herzen der Menschen.
Darum kommen wir voll Vertrauen zu dir;
stärke alle die sich um die Gerechtigkeit mühen,
und schenke unserer Zeit deinen Frieden.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

„D

Herr Jesus Christus, du hast das Wasser zu Wein verwandelt. Wir kommen mit unserer Welt, ihren Sorgen und Nöten zu Dir, weil wir vertrauen, dass Du auch heute unser Wasser in Wein verwandelst:

  • Wir beten für unsere Kirche, dass auch in unserer Zeit
    Menschen zu glaubwürdigen Verkündern des Evangeliums werden. Herr, höre uns | ALLE: Herr, erhöre uns.
  • Wir beten für die Kinder, die in diesem Jahr
    zur ersten heiligen Kommunion gehen
    und die das Sakrament der Firmung empfangen,
    dass sie in der Kirche Geborgenheit und Heimat finden.
  • Wir beten für unsere Familien,
    dass Kinder und Eltern in Vertrauen, Liebe
    und gegenseitiger Achtung miteinander leben können.
  • Wir beten für die Menschen,
    die unter den Folgen der Pandemie besonders leiden
    und um ihre Toten trauern.
    Stärke alle, die helfen, beistehen und trösten.
  • Wir beten für alle unseren Verstorbenen,
    lass sie teilhaben am Hochzeitsfest in Deinem Reich.

Dir vertrauen wir, weil wir immer wieder erfahren dürfen,
dass Du uns nahe bist, heute und in Ewigkeit. AMEN.

Schlussgebet | MB

Barmherziger Gott,
du hast uns alle
mit dem einen Brot des Himmels gestärkt.
Erfülle uns mit dem Geist deiner Liebe,
damit wir ein Herz und eine Seele werden.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Jes 62,1–5

Das Wort Gottes ist oft unpassend
und scheinbar der Zeit entgegen gesetzt.
Tritojesaja, der dritte Teil des Jesajabuches
ist der Prophet der Ankunft nach dem Exil
im 6. Jahrhundert vor Christus.
Der Weg nach Hause war mühsam
und die Heimat liegt in Trümmern.
War es doch ein Trugbild, sollte Gott ein Zyniker sein?
Nein, bricht es aus Jesaja heraus,
im Vertrauen auf Gott wird Jerusalem
wieder Mitte des Volkes und des Glaubens werden.
Mit einprägsamen Bildern,
schenkt er den Zweifelnden neuen Mut.

Hinführung zur zweiten Lesung | 1 Kor 12,4–11

Begeisterung kann mitreißen.
Der Apostel Paulus weiß darum
und betont die verschiedenen Gaben des Geistes,
die doch alle auf Jesus Christus, ja auf Gott verweisen.
Die unterschiedlichen Geister und Fähigkeiten
sind wertvoll und wichtig,
damit sich die Gemeinde gegenseitig stärkt
und aufgebaut wird.

Lesehinweis

Meditation

Je mehr wir begreifen,
was bei Gott lieben heißt
und wie er selbst liebt,
desto schwerer wird es,
über Liebe zu reden.

Was wir Liebe nennen
und wie wir zu lieben verstehen,
ist nur ein Schatten,
ein Abbild seiner Liebe.

Aber doch
wird im Schatten, im Abbild
die Ursprünglichkeit
noch sichtbar
spürbar,
erfahrbar.

So will ich
für mich beginnen
das zu leben,
was ich von seiner Liebe
schon begriffen habe.

Reinhard Röhrner

Meditation | Alternative

Und es war doch nur Wasser,
einfaches Wasser,
das die Diener schöpften
um damit die Krüge zu füllen.

Kein edler Wein,
kein feiner Saft köstlicher Trauben,
kein außergewöhnlicher Trank,
alltägliches Wasser.

Wein ein Zeichen der Freude,
Freude die von Gott kommt,
die er schenkt,
dass sie den Menschen erfüllt.

Im Alltag
und den alltäglichen Aufgaben
will Gott uns Freude schenken,
die unser Herz berührt.

So dürfen wir aufmerksam sein und werden,
wo mitten im Alltag
in den alltäglichen Dingen
seine Freude auf uns wartet.

Reinhard Röhrner

Weitere Impulse
22 C Jahreskreis – Sonntag 2 – Omnis terra
22 C Jahreskreis – Sonntag 2 – Hinführung und Meditation


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