Impulse zum 3. Fastensonntag| B

3. Fastensonntag| Fastenzeit B | Lesejahr B
Oculi | Lektionar II/B, 76:
Ex 20,1–17 (oder 20,1–3.7–8.12–17) | 1 Kor 1,22–25 | Joh 2,13–25

In vielen gesellschaftlichen Bereichen macht sich Erregung und Aggressivität bemerkbar. Verständnis für die Maßnahmen und die Sehnsucht sie hinter sich lassen zu können stehen einander entgegen.

Wie kann das Leben im Miteinander gelingen? Wie schaffen wir es Glaube und Leben durch diese Zeit zu tragen? Heute hören wir, was Gott selbst seinem Volk mit auf den Weg gibt. Vierzig Jahre, so schreibt es die Bibel, war das Gottesvolk unterwegs aus der Sklaverei Ägyptens in die Freiheit. Eine lange Zeit, die ähnlich wie heute an die Substanz des Zusammenhalts ging.

Regeln für ein erfülltes Leben in der Gemeinschaft wollen die Zehn Gebote vom Sinaï sein. Auch heut können sie für uns ein Wegweiser sein, der uns bei aller Beschränkung die Perspektive zur Fülle des Lebens bewahrt.
Rufen wir zu unserem Herrn und Erlöser, dem Kyrios:

Kyrie

Herr Jesus Christus,
leidenschaftlich verkündest du deinen Vater Kyrie eleison.
Der Eifer für Gottes Gegenwart in der Welt verzehrt dich. Christe eleison. Du bringst uns die Botschaft der Liebe. Kyrie eleison.

Gloria | Tagesgebet | MB 103

Gott, unser Vater,
du bist der Quell des Erbarmens und der Güte,
wir stehen als Sünder vor dir,
und unser Gewissen klagt uns an.
Sieh auf unsere Not und lass uns Vergebung finden
durch Fasten, Gebet und Werke der Liebe.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Rufen wir zu Gott, der uns die Wege zum Leben weist in den Herausforderungen unserer Tage und beten:

  • Für alle Gläubigen,
    dass sie in den Herausforderungen unserer Zeit
    aus Gottes Botschaft Mut, Kraft und Zuversicht schöpfen
  • Für die Kirche und alle, die in ihr Verantwortung tragen,
    dass sie den Menschen
    die frei machende Botschaft des Evangeliums verkünden können
  • Für alle, die Not leiden an Leib oder Seele,
    die unter der Pandemie oder den Folgen leiden:
    dass sie echte Hilfe erfahren.
  • Für alle Frauen weltweit,
    dass Benachteiligung und Unterdrückung überwunden werden.
  • Für uns selber:
    dass wir uns von Christus reinigen lassen
    und mit ihm verbunden zu freien und glücklichen Menschen werden.
  • Für unsere Verstorbenen:
    dass sie in dir das ewige Glück finden
    und alle Trauernden in der Hoffnung gestärkt werden.

Herr, unser Gott, wir vertrauen darauf, dass du unser Leben führst und väterlich für uns sorgst. Erhöre unsere Bitten durch Christus, deinen Sohn, unseren Bruder und Herrn. AMEN.

Schlussgebet | MB

Herr und Gott,
du hast uns mit dem Brot des Himmels gesättigt
und uns in dieser Speise
ein Unterpfand dessen gegeben,
was unseren Augen noch verborgen ist.
Lass in unserem Leben sichtbar werden,
was wir im Sakrament empfangen haben.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Ex 20,1–17

Als Teil des Weges des Volkes Israel in die Freiheit,
sind die zehn Gebote viel mehr als ein Moralkodex.
„Ich bin der HERR, dein, Gott,
der dich herausgeführt hat aus Ägypten, aus dem Sklavenhaus.“ Gott will uns in die Freiheit, ins Leben führen,
deshalb gibt er uns die Gebote,
gleichsam als Richtschnur,
dass unser Leben gelingen kann
und wir die Freiheit, die Gott schenkt, bewahren.

Hinführung zur zweiten Lesung | 1 Kor 1,22–25

Paulus betont in der Rede vom Kreuz,
dass nicht eigene Kraft und Stärke zählen,
auch wenn es Manche nicht verstehen,
auch wenn sich Manche daran ärgern,
wir spüren dort, wo wir schwach sein dürfen,
wirkt Gottes große Kraft in uns.

Lesehinweis

Meditation

Endlich macht einer klar Schiff,
endlich sagt einer,
was viele denken,
was viele schon lange bedrückt,
was abschnürt und einengt.

Endlich greift einer ein,
lässt es nicht bei frommen und guten Worten,
setzte sich ein und treibt aus,
keine Dämonen,
nichts Übermenschliches,
sondern die stille Sehnsucht so vieler.

Jesus, du machst mir Mut,
die Welt mit deinen Augen zu sehen,
Unrecht und Last nicht nur hinzunehmen,
sondern sich konkret für Veränderung einsetzen. Du machst mir Mut
bei mir anzufangen
los zu lassen
diese Tage als Glücksfall
für mich und mein Leben
zu erfahren.

Reinhard Röhrner

Meditation | Alternative

Endlich macht einer klar Schiff,
endlich sagt einer,
was viele denken,
was viele schon lange bedrückt,
was abschnürt und einengt.

Endlich greift einer ein,
lässt es nicht bei frommen und guten Worten,
setzte sich ein und treibt aus,
keine Dämonen,
nichts Übermenschliches,
sondern die stille Sehnsucht so vieler.

Jesus, du machst mir Mut,
die Welt mit deinen Augen zu sehen,
Unrecht und Last nicht nur hinzunehmen,
sondern sich konkret für Veränderung einsetzen.

Du machst mir Mut
bei mir anzufangen
los zu lassen
diese Tage als Glücksfall
für mich und mein Leben
zu erfahren.

Reinhard Röhrner

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21 B Fastenzeit Sonntag 3 – oculi
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