Impulse zum Dreifaltigkeitssonntag | Ssmae Trinitatis | B

Ssmae Trinitatis | Lektionar II/B, 241: Dtn 4,32–34.39–40 | Röm 8,14–17 | Mt 28,16–20

Jedes Gebet beginnen wir im Namen des dreieinen Gottes, des Vaters, Sohnes und Heiligen Geistes. Auf diesen Namen sind wir getauft: Wir bekennen es wie selbstverständlich.

Gleichzeitig ist uns aber gerade das Geheimnis der Dreieinigkeit ein bleibendes Rätsel unseres Glaubens. Gott zeigt sich als der, der mit uns geht und uns als der ganz andere und zugleich liebend nahe Gott. Als Schöpfer, Erlöser und erhaltende Kraft und doch immer wieder ein und derselbe, nicht auf verschiedene Dienste geteilt.

Lassen wir uns ein auf dieses Geheimnis und preisen wir unseren Herrn und Gott für sein Erbarmen.

Kyrie

Herr Jesus Christus,
du lebendiges Wort des Vaters. Kyrie eleison.
Du bist im Geist eins mit dem Vater. Christe eleison.
Sichtbare Gestalt des dreieinen Gottes. Kyrie eleison.

Gloria | Tagesgebet | MB 250

Herr, himmlischer Vater,
du hast dein Wort und deinen Geist
in die Welt gesandt,
um das Geheimnis des göttlichen Lebens
zu offenbaren.
Gib, dass wir im wahren Glauben
die Größe der göttlichen Dreifaltigkeit bekennen
und die Einheit der drei Personen
in ihrem machtvollen Wirken verehren.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Gott ist einer, der uns dreifaltig nahe ist als Vater, Sohn und Heiliger Geist. Zu ihm kommen wir vertrauensvoll mit unseren Bitten:

  • Vielfalt und Zerrissenheit erleben wir überall in der Welt.
    Du bist der eine Herr für uns, der unsere innere Zerrissenheit heilt.
    Dreieiner Herr: | ALLE Wir bitten dich erhöre uns.
  • Das Bekenntnis zum dreieinen Gott macht viele zu Verfolgten.
    Stärke alle, die wegen des Glaubens verfolgt werden
    und lass sie Frieden und Anerkennung finden.
  • Die Welt ist schön und wunderbar erschaffen.
    Hilf allen, die sich um deine Schöpfung mühen,
    dass sie sie erhalten und Lebensraum bleibt.
  • Mutlosigkeit und Resignation schwächt viele Menschen.
    Lass sie in deinem Geist neue Kräfte und Ressourcen entdecken,
    um so deine frohe Botschaft zu verkünden.
  • In der Hoffnung auf dich sind uns Menschen
    in deine Gegenwart voraus gegangen.
    Nimm sie erlöst in deine Herrlichkeit auf
    und tröste die Trauernden mit deiner Hoffnung.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. AMEN.

Schlussgebet | MB

Herr, unser Gott,
wir haben den Leib
und das Blut deines Sohnes empfangen.
Erhalte uns durch dieses Sakrament
im wahren Glauben und im Bekenntnis
des einen Gottes in drei Personen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Dtn 4,32–34.39–40

Der Glaube an den einen Gott,
unterscheidet das Volk Gottes von den anderen Völkern.
Dieser Gott ist je dem Menschen nahe,
der sich auf ihn verlässt.
Diese Sicherheit schenkt uns
Lebendigkeit und lässt uns aufleben.
In dieser Perspektive sind seine Gebote
Wege zum glücklichen Leben.

Hinführung zur zweiten Lesung | Röm 8,14–17

In unserer Zeit lösen sich viele vertraute Rollenbilder auf,
Familienbilder scheinen überholt zu sein.
Dennoch gilt,
was Paulus im Brief an die Christen in Rom betont,
heute ebenso wie in vergangenen Jahrhunderten.
Wir brauchen vertrauensvolle Menschen,
ein ehrliches und liebevolles Gegenüber,
das uns hilft unseren Weg ins Leben zu finden.

Lesehinweis

Meditation

Ich glaube
an den dreieinen Gott:

Einen Vater, der mir auch Mutter ist,
den ich Schöpfer nenne,
den Ursprung allen Seins und Lebens,
aller Anfang.

Und seinen Sohn,
der mir als Mensch nahe kommt
als Kind von Betlehem,
im Verkünden von Gottes Liebe
in der Angst von Getsemani
und aller menschlicher Ohnmacht.

Und an den Geist,
die Kraft, die Leben spendet,
die wider alle Entmutigung
Wege zum Leben öffnet.

Ich glaube
an den dreieinen Gott
und lerne mehr und mehr,
dass ich Vater, Sohn und Heiligen Geist
nur in einem einzigen Gott
anbeten und verehren kann.

Reinhard Röhrner

Meditation | Alternative

Gott ist
Vater, Sohn und Geist
Er ist dreifaltig
und doch einer.

Der Mensch ist sein Ebenbild,
ein Bild dieses Gottes,
der unsagbar groß ist
und sich doch dem Menschen zuwendet.

Gott ist Fülle:
Schöpfung
Erlösung
Einheit.

Der Mensch ist erwartungsvoll:
als Geschöpf
erlösungsbedürftig
zerrissen im Dasein.

Gott kommt mir entgegen
lässt mich ahnen,
was er in mir angelegt hat:
Den Weg zu seiner Fülle.

Reinhard Röhrner

Weitere Impulse
Meditation
21 B Dreifaltigkeitssonntag – Ssmae Trinitatis
21 B Dreifaltigkeitssonntag – Hinführung und Meditation

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