Meditation zum 17. Sonntag im Jahreskreis | A

17. Sonntag im Jahreskreis | Jahreskreis A | Lesejahr A
Deus in loco | Lektionar I/A,299:
1 Kön 3,5.7–12 | Röm 8,28–30 | Mt 13,44–52 (oder 13,44–46) 

Meditation

Luft und Leben,
Wolken am Himmel, die sich bewegen.
Ich im Gras zwischen Gräsern und Blüten.

Über mir ziehen im unendlichen Blau Wolken.
Jede ist anders.
Ich schaue,
lasse meine Gedanken spielen.
Es ist ein Kommen und Gehen
von Wolken und Gedanken.

Meine Gedanken sind wie Wolken –
nicht haltbar,
nicht zu begreifen:
Bewegung, Wandlung, Freiheit. –

Gott, ich danke dir
für diese Wolken,
die ich beobachte,
ich – ein Mensch, der deine Größe und Güte
nicht erfassen kann.
Ich bin dankbar für die Wolken
und für die Schöpfung,
die über aller Hektik des Alltags
Ruhe und Dankbarkeit schenkt.

Reinhard Röhrner

Alternative

Nach der Tiefe sehne ich mich
in meinem Leben.
Nach der Tiefe,
die hinter der Oberflächlichkeit des Alltags liegt,
die nicht nur für den Augenblick taugt,
sondern mehr verspricht,
als jedes schnelle Glück.

Zur Tiefe aufbrechen
heißt Vieles zurücklassen,
abtauchen bedeutet
sich auf das Wesentliche beschränken
und sich dessen bewusst sein.

Der Weg in die Tiefe
ist ein Abschied
von Bequemlichkeit und Oberflächlichkeit
eine Herausforderung und Überwindung.
Ein Weg, der aber selbst tragen kann,
der zu mir und zu Gott führt.

Aus der Tiefe
der Erfahrung mit mir selbst und Gott
das eigene Leben erfüllter erfahren
anderen Mut machen
sich auf diesen Gott einzulassen,
der Leben schenkt..

Reinhard Röhrner

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