Meditation zum 16. Sonntag im Jahreskreis | A

16. Sonntag im Jahreskreis | Jahreskreis A | Lesejahr A
Ecce Deus | Lektionar I/A,294:
Weish 12,13.16–19 | Röm 8,26–27 | Mt 13,24–43 (oder 13,24–30) 

Meditation

Warum nur, Herr,
kann es nicht einfacher sein.
Warum sind Menschen böse gegen andere,
warum fügen wir einander Leid zu?

Warum verletzen sogar Freunde einander
enttäuschen sich Menschen,
die sich für immer lieben wollten
und zerbrechen beste Freundschaften?

Solltest du nicht deine Macht zeigen,
die Menschen zur Besinnung rufen
mit mächtigen Zeichen
die Menschen zum Glück zwingen?

Doch Gewalt ist nicht deine Sache,
Machtspiele überlässt du anderen,
du selbst bist den Weg zum Kreuz gegangen
um mir und uns allen den Weg zum Leben zu zeigen.

Wachsen und warten bis zur Ernte
sagst du mir heute im Evangelium
in mir und um mich herum
Gutes wahrnehmen und tun
Schlechtes ertragen und geduldig aushalten.

So will ich beginnen
mich am Guten zu orientieren
mein Bestes zu geben
um meine Welt zu verbessern,
alles andere aber überlasse ich dir.

Reinhard Röhrner

Alternative

Das kann doch nicht sein,
man muss doch etwas tun
und kann nicht einfach nur zusehen!

Es braucht radikale Methoden,
an die Wurzel muss es gehen
und alles Ungute ausgerissen werden.

Und am besten gleich und sofort,
ehe sich der Wildwuchs ausbreitet
und alles überwuchert.

Gott mahnt zur Geduld und Milde,
nicht die Hektik und das vorschnelle Handeln
ist Gottes Weg für den Menschen.

Wachsen und reifen lassen,
allem die Chance geben
sich zum Guten zu entwickeln.

Auch mir öffnet er den Weg
meine guten Talente und Fähigkeiten
zu fördern und reifen zu lassen.

Gott in der Welt folgen
heißt sich nicht in die Eile hineinnehmen lassen,
sondern aus der Zuversicht heraus zu leben.

Reinhard Röhrner

Weitere Impulse
Liturgischer Impuls
20 Lj A Jahreskreis – Sonntag 16
20 Lj A Jahreskreis – Sonntag 16 – Hinführung und Meditation