Impulse zum Hochfest Ohne Erbsünde empfangene Jungfrau und Gottesmutter Maria

 Lektionar IV, 403: Gen 3,9–15.20; Eph 1,3–6.11–12; Lk 1,26–38     

Wir feiern den Anfang, einen tiefen unergründlichen, ja ganz ursprünglichen Anfang. Maria, die einmal Gottes Mutter werden soll, wird empfangen. Wie in einer Knospe schon alles geheimnisvoll grundgelegt ist, für die Blüte und später die reife Frucht, so feiern wir diesen Uranfang den Gott in Maria setzt.
Ohne Erbsünde, ganz in der Offenheit auf Gott hin wird Maria Mensch, damit sie die sein kann, die ihn zutiefst in sich empfängt und der Welt schenken wird. Kein Vorbehalt oder Ressentiment, sondern das Ja zu Gottes Heilswillen ist in ihrer Empfängnis bereits grundgelegt. Die Fülle aller Wirklichkeit ist Gott, diese Wirklichkeit und die Erfüllung legt er in den Anfang Mariens um für alle Menschen den Weg des Heils zu eröffnen durch Jesus Christus, ihn preisen wir für seine Güte und sein Erbarmen als unseren Herrn und Kyrios:

Kyrie [oder GL 158]

Herr Jesus Christus,
Sohn der Jungfrau Maria.
Du bist wahrhaft Mensch geworden.
Du bist unser Bruder und Herr.

Gloria * Tagesgebet [MB 862]

Großer und heiliger Gott,
im Hinblick auf den Erlösertod Christi
hast du die selige Jungfrau Maria
schon im ersten Augenblick ihres Daseins
vor jeder Sünde bewahrt,
um deinem Sohn eine würdige Wohnung zu bereiten.
Höre auf ihre Fürsprache:
Mache uns frei von Sünden und erhalte uns in deiner Gnade,
damit wir mit reinem Herzen zu dir gelangen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und liebt in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Rufen wir zu Gott, der uns durch seinen Sohn Jesus Christus erlösen wollte, dem Sohn Gottes und der Jungfrau Maria:

  • Wir beten für alle Menschen, die offen sind für Gott und nach seinen Zeichen und Spuren in ihrem Alltag suchen.
    Zeige ihnen den Weg, der sie zur Fülle führt.
    Herr höre uns. ALLE Herr erhöre uns.
  • Wir beten für die Verantwortlichen in der Kirche und alle Gläubigen.
    Bestärke sie auf Gottes Wort zu hören und daraus das eigene Leben zu gestalten und dich den Menschen zu verkünden.
  • Wir beten für alle schwangeren Frauen.
    Lass sie mit Freude ihr Kind erwarten und bewahre sie vor Unheil und Gefahren.
  • Wir beten für alle Menschen, die ihr Ziel im Leben aus den Augen verloren haben oder sich wertlos fühlen.
    Öffne ihnen den Blick für die eigenen Fähigkeiten und lass sie deine Zeichen neu entdecken.
  • Wir beten für die Verstorbenen, die auf dich vertrauten.
    Nimm sie auf in deine grenzenlose Liebe und tröste alle Trauernden in gläubiger Zuversicht.

Du bist uns nahe, du hast auch in unseren Herzen einen Anfang gelegt, der seine Fülle in deiner Gegenwart erfahren wird. Dafür danken wir dir jetzt und alle Tage bis in Ewigkeit. AMEN

Schlussgebet

Herr und Gott,
das Sakrament, das wir empfangen haben,
heile in uns die Wunden jener Schuld,
vor der du die allerseligste Jungfrau Maria
vom ersten Augenblick ihres Daseins an
auf einzigartige Weise bewahrt hast.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung: Gen 3,9–15.20

Der Mensch und seine Beziehungen sind nicht immer einfach.
Davon erzählt der mythische Bericht aus dem buch Genesis.
Wir erleben auch im Alltag,
Dass Beziehungen unter Menschen
und von Mensch zu Gott missglücken.
Umgekehrt erfahren wir den Weg zum Leben,
wo die Beziehung im Blick auf Gott gelingt.

 

Hinführung zur zweiten Lesung: Eph 1,3–6.11–12

In dem Ausschnitt aus dem Epheserhymnus,
hören wir einen poetischen Text aus den Paulusbriefen.
Die lebendige Beziehung zu Gott in Jesus,
macht die Menschen froh und frei,
sie erleben sich als Töchter und Söhne Gottes.
So wie wir am heutigen Festtag Maria
als von Gott erwählt und begnadet sehen.

 

Meditation

Am Anfang
unscheinbar,
klein
und unbedeutend.

Fülle in sich tragend,
Herkunft wird Zukunft,
Ursprung und Ziel
in der Tiefe verbunden.

Hilflos in der Welt,
meinen Platz suchend,
mich behauptend,
um Anerkennung ringend.

Im Blick auf Maria spüren,
der Ursprung liegt in Gott,
er ist das Ziel
in meinem Leben
den Entwurf Gottes in mir
erkennen.

 

ð Reinhard Röhrner

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