Impulse zum 18. Sonntag im Jahreskreis | B

18. Sonntag im Jahreskreis | 18. bis 34. Sonntag | Lesejahr B
Lektionar II/B, 317: Ex 16,2–4.12–15 | Eph 4,17.20–24 | Joh 6,24–35

Jeder hat Wünsche, kleinere und größere, erfüllbare und unerfüllbare. Das gehört zum Leben. Wünsche sind Hinweise auf die Sehnsucht, die in uns Menschen ist. Da geht es um mehr als die Befriedigung eines Bedürfnisses oder eines Wunsches, es geht um mich als Person.

An den Sonntagen im August hören wir die Evangelien aus dem sechsten Kapitel im Johannesevangelium, der großen eucharistischen Rede oder Brotrede. Nach der Brotvermehrung vom letzten Sonntag deutet Jesus diese als Sinnbild erfüllter menschlicher Sehnsucht. In der Eucharistie, die wir jetzt miteinander feiern, wird das lebendige Brot unter uns Wirklichkeit, weil er selbst in den Gestalten von Brot und Wein unter uns sein wird. Preisen wir unseren Herrn, den Kyrios:

Kyrie | mit Gl

Herr Jesus Christus,
Du bist das Brot des Lebens.
Du stillst den Durst der Seele.
Du schenkst und Fülle und Frieden.

Gloria | Tagesgebet | MB 228

Gott, unser Vater,
steh deinen Dienern bei
und erweise allen, die zu dir rufen,
Tag für Tag deine Liebe.
Du bist unser Schöpfer
und der Lenker unseres Lebens.
Erneuere deine Gnade in uns, damit wir dir gefallen,
und erhalte, was du erneuert hast.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Jesus Christus sagt, dass Gott der Vater das Brot des Himmels gibt, das der Welt das Leben schenkt. So rufen wir in unserem Hunger nach Leben:

  • Wir beten für die Menschen, die keine Zukunft sehen.
    Zeige ihnen Wege des Lebens und der Fülle in ihrem Alltag
    Christus, du Lebensbrot | ALLE Wir bitten dich, erhöre uns.
  • Wir beten für die Menschen, denen die Lebensgrundlage fehlt,
    die unter Terror und Krieg leben müssen.
    Schenke Frieden und Versöhnung.
  • Wir beten für die Menschen, die satt sind an den Dingen der Welt.
    Mach sie aufmerksam für die Zeichen deiner Liebe
    und die Vielfalt des Lebens.
  • Wir beten für die Menschen, die in diesen Wochen im Urlaub sind
    und dort fremden Menschen begegnen.
    Lass sie gegenseitig Wertschätzung geben
    und erfahren, dass sie einander Brot für das Leben sein können
  • Für alle Menschen,
    die durch Krankheit und Behinderung eingeschränkt sind.
    Lass sie liebevolle Hilfe erfahren
    und die Freuden, die du ihnen bereitest erkennen.

Im Wort, Herr, bist du uns nahe, jetzt verschenkst du dich an uns als Brot des Lebens in der Eucharistie, damit wir dir mehr und mehr ähnlich werden bis in Ewigkeit. AMEN.

Schlussgebet

Barmherziger Gott,
in den heiligen Gaben empfangen wir neue Kraft.
Bleibe bei uns in aller Gefahr
und versage uns nie deine Hilfe,
damit wir der ewigen Erlösung würdig werden.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Ex 16,2–4.12–15

Geborgenheit und Freiheit schließen einander aus,
das erlebt das Volk Israel bei seinem Auszug aus Ägypten.
Die Freude über die neue Freiheit
wandelt sich schnell in existentielle Angst.
In der aktuellen Angst erscheint selbst die Sklaverei
wieder in einem guten Licht.
Doch Gott ist treu, er schenkt Leben und Nahrung.
Manna ist Ausdruck neuer Hoffnung.

Hinführung zur zweiten Lesung | Eph 4,17.20–24

Kirche wandelt sich im Laufe der Zeit,
mit dem 2. Vatikanischen Konzil
erlebten viele einen großen Aufbruch.
Was aber zeitlos für die Kirche wichtig ist,
fasst Paulus in seinen Worten über die Kirche zusammen:
Ein Leben, das sich von der Ichbezogenheit
auf Gott und Mitmensch hin orientiert.

Lesehinweis

Meditation

Satt sein ist mehr
als keinen Hunger mehr haben.
Satt sein ist mehr
als Befriedigung der Bedürfnisse.

Das lebendige Brot,
in dem sich Jesus schenkt
sättigt den ganzen Menschen
mit Leib und Seele.

Wenn Gott im Leben
spürbar und erfahrbar wird,
kann Sehnsucht gestillt werden
und Leben erwachen.

Wer ihn im Glauben empfängt,
darf sich gestärkt erfahren
von Gott selbst,
der ihn leben und erleben lässt.

So kann der Glaubende
Gott wieder aufs Neue
in die Welt tragen
und der Welt seine Zuversicht schenken.

⇒ Reinhard Röhrner

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