Impulse zum 30. Sonntag im Jahreskreis | B

30. Sonntag im Jahreskreis | 18. bis 34. Sonntag | Lesejahr B
Lektionar II/B,364: Jer 31,7–9 | Hebr 5,1–6 | Mk 10,46–52

#läuft! – Kann man junge Menschen sagen hören und sie meinen es geht gut. Indirekt sagen sie freilich mehr. Es bewegt sich, es geht voran. Ich bleibe nicht stehen oder schlimmer noch ich stecke nicht fest oder falle zurück. Im Alltag müssen wir uns behaupten, einmal mehr und einmal weniger. Meist geht es darum, dass ich mich durchsetze.
Jesus macht sich selbst zum Diener, er stellt sich in den Dienst der Menschen, die ihn brauchen. So verkehrt er die Logik der Welt, weil er nicht bestimmt, sondern den Menschen, der Hilfe braucht, fragt, wie ihm geholfen werden soll. Eine spannende Idee für den Alltag, wenn wir anderen nicht mit fertigen Lösungen für ihre Fragen, Nöte und Sorgen begegneten, sondern nach der Sehnsucht und den Wünschen der Anderen fragten.

Auch uns stellt Jesus diese Frage und wir dürfen darauf vertrauen, dass er uns mit Güte und Erbarmen nahe ist:

Kyrie | mit Gl

Herr Jesus Christus,
du willst unser Diener sein.
Du willst unsere Sehnsucht erfüllen.
Du willst Mitte und Ziel des Lebens sein.

Gloria | Tagesgebet | MB 243

Allmächtiger, ewiger Gott
mehre in uns den Glauben,
die Hoffnung und die Liebe.
Gib uns die Gnade,
zu lieben, was du gebietest,
damit wir erlangen, was du verheißen hast.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, als Deine Kirche sind wir versammelt und rufen vertrauensvoll zu dir:

  • Kirche ist immer im Werden und Entstehen.
    Hilf allen Verantwortlichen das kirchliche Leben
    im Blick auf dich und die Frohbotschaft zu gestalten.
    Christus höre uns. | Christus, erhöre uns.
  • Die Kirche in Äthiopien und Eriträa ist klein.
    Stärke die Bemühungen um Versöhnung der Völker
    Verkündigung des Evangeliums und Sicherung des Friedens.
  • In den Umbrüchen der Welt und des Alltags
    kann der Glaube und die Gemeinschaft der Kirche fester Halt sein.
    Lass alle Christen mehr und mehr aus dieser Verbundenheit leben.
  • Viele kommen mit Freuden und Sorgen hier zur Kirche.
    Stärke unsere Gemeinschaft der Glaubenden
    und lass andere zu uns finden.
  • Der Heilige Geistwirkt auch in unseren Tagen und unserer Kirche.
    Ermutige alle, die sich vom Geist entflammen lassen
    das Leben der Kirche zu prägen.
  • Die Kirche durchbricht irdische Grenzen
    Lass uns mit unseren Verstorbenen
    in der Kirche des Himmels vereint sein
    und diese Zuversicht und Hoffnung in die Welt tragen.

Wir danken dir, dass du uns immer wieder deine Liebe schenkst und ermutigst unseren Weg im Glauben zu gehen bis wir einst ganz mit dir vereint sind in alle Ewigkeit. AMEN.

Schlussgebet

Herr, unser Gott,
gib, dass deine Sakramente
in uns das Heil wirken, das sie enthalten,
damit wir einst
als unverhüllte Wirklichkeit empfangen,
was wir jetzt in heiligen Zeichen begehen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Jer 31,7–9

Flucht und Vertreibung begleiten uns täglich
in den Berichten der Presse und des Fernsehens.
Der Prophet Jeremia
der den Untergang der beiden Reiche
Israel und Juda ankündigte,
spricht auch von der Freude der Rückkehr,
unter Gottes Schutz und Leitung wieder in die Heimat
zurück kehren zu dürfen.
So nennt man diese beiden Kapitel auch das Trostbuch.

Hinführung zur zweiten Lesung |  Hebr 5,1–6

Mach es wie Gott, werde Mensch!
In Jesus Christus ist er ganz Mensch geworden,
um uns gerade in der Schwäche nahe zu sein,
er durchlebt die Ohnmacht
und Hinfälligkeit des Menschen bis zum Tod
und bleibt ganz treu.
So eröffnet er uns die Perspektive
aus unserer Hinfälligkeit zu Gottes Pracht zu gelangen.

Lesehinweis

Meditation

Ein Blinder kann wieder sehen,
die dunkle Nacht ist durchbrochen,
das Licht und die Farben
werden deutlich.

Er, Bartimäus, kann wieder sehen,
weil Jesus ihn geheilt hat,
weil er offen ausspricht,
was er erhofft und ersehnt.

Sehen im Glauben
heißt nicht sich von der Oberfläche
blenden und ablenken lassen.

Im Glauben Sehen
bedeutet vielmehr
die Weite des Menschen
und seines Zieles in Gott zu erahnen.

„Dein Glaube hat dir geholfen!“,
sagt Jesus auch zu mir,
wenn ich mit Glauben und Vertrauen
in meine Welt blicke
und sie im neuen Licht des Glaubens sehe.

⇒ Reinhard Röhrner

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