Impulse zum 33. Sonntag im Jahreskreis | B

33. Sonntag im Jahreskreis | 18. bis 34. Sonntag | Lesejahr B
Lektionar II/B, 375: Dan 12,1–3M | Hebr 10,11–14.18 | Mk 13,24–32

Wenn wir auf unsere Welt schauen, sehen wir oft zuerst all das Schlechte und übersehen nicht selten die vielen schönen Dinge. Auch beim Blick in die biblischen Texte des heutigen Sonntags könnte es uns so gehen. Doch erst bei genauem Hinsehen er-kennen wir wie hoffnungsfroh diese Texte sind.
Immer wieder werden wir mit kleineren und größeren Wirren in unserem Leben konfrontiert und drohen uns in sie zu verlieren. Der Blick auf Christus kann uns helfen im größeren Horizont des Glaubenden hinter die Mechanismen der Welt zu blicken und so das Licht Gottes zu erahnen. Erfahrungen des Endes bewegen uns immer, ob im Großen oder im Kleinen. Im Glauben dürfen wir alles in Gottes Händen und seinem Licht geborgen wissen.
Rufen wir zu Jesus Christus, das ewige Wort Gottes:

Kyrie | mit Gl

Herr Jesus Christus,
Du bist gekommen um Frieden zu bringen.
Du ermutigst uns deinen Frieden zu suchen.
Dein Friede ist mehr als wir erwarten und tiefer als wir erhoffen.

Gloria | Tagesgebet | MB 247

Gott, du Urheber alles Guten,
du bist unser Herr.
Lass uns begreifen, dass wir frei werden,
wenn wir uns deinem Willen unterwerfen,
und dass wir die vollkommene Freude finden,
wenn wir in deinem Dienst treu bleiben.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Viele Dinge beunruhigen uns, im Großen wie im Kleinen, in der weiten Welt wie auch in unserer ganz persönlichen Umgebung. Mit allen unseren Bitten kommen wir zu unserem Herrn:

  • Wir beten für alle Menschen, die Angst vor der Gegenwart und Zukunft haben. Lass Sie Menschen finden, die ihnen Mut machen und neue Wege zum Leben zeigen.
    Christus höre uns | Christus erhöre uns
  • Wir beten für alle Menschen, die keinen Sinn in ihrem Leben sehen oder vor den Bruchstücken ihres Lebensplanes stehen. Stärke sie durch Menschen, die ihnen Verständnis und Geborgenheit schenken.
  • Wir beten für Kinder, die alleine sind oder sich unverstanden fühlen. Hilf ihnen gute Freunde zu finden, die ihnen beistehen und helfen auf dem Weg in ihr Leben.
  • Wir beten für die Menschen, deren Alltag von Streit und Unversöhntheit geprägt ist. Zeige ihnen Schritte zur Versöhnung mit sich und anderen Menschen.
  • Wir beten für die überlebenden Opfer von Krieg, Terror und Gewalt und ihre Angehörigen. Hilf ihnen die Erfahrungen zu verarbeiten und zu bewältigen.
  • Wir beten für die Verstorbenen, besonders die Opfer von Terror und der Kriege bis in unsere Tage. Lass sie die freudige Erfüllung deiner Verheißung erfahren.

Herr Jesus Christus, du hörst und verstehst uns und willst uns den Frieden schenken, den du verheißen hast in der Einheit mit dem Vater und dem Heiligen Geist für alle Ewigkeit. AMEN.

Schlussgebet

Barmherziger Gott,
wir haben den Auftrag deines Sohnes erfüllt
und sein Gedächtnis begangen.
Die heilige Gabe, die wir in dieser Feier empfangen haben,
helfe uns, dass wir in der Liebe zu dir
und unseren Schwestern und Brüdern Christus nachfolgen,
der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Dan 12,1–3

Was kommt nach dem Tod?
Seit Menschengedenken suchen wir nach Antworten.
Als Christen glauben wir an die Auferstehung von den Toten,
weil auch Christus auferstand.
Dieser Glaube hat seine Wurzeln bereits im Buch Daniel,
das zu den späten Schriften des Alten Testaments gehört.
Wir brauchen keine Angst vor dem Ende haben,
denn Gott selbst will uns richten,
damit wir in seine Gegenwart gelangen.

Hinführung zur zweiten Lesung |  Hebr 10,11–14.18

Bis hinein in die äußerste menschliche Erfahrung
von Hilflosigkeit und Ohnmacht
ist Jesus Christus an unserer Seite.
Durch seinen Tod und seine Auferstehung
schenkt er uns,
was die Welt aus sich nicht geben kann,
jene großartige Zielrichtung
in Gottes prachtvoller Gegenwart.

Lesehinweis

Meditation

Wo bist Du Trost der ganzen Welt?
Rufen wir im Blick auf Kriege,
rufen wir im Blick auf Terror,
rufen wir beim Zerbrechen von Beziehungen,
rufen wir, wenn wir keinen Sinn mehr sehen.

Wo bist Du Trost der ganzen Welt?
Willst Du uns auch mit schönen Worten
zufriedenstellen und beruhigen?
Mit den endlosen Phrasen,
die schon lange nicht mehr wirklich beruhigen?
Bist Du mehr als Vertröstung?

Dort ist der Trost der ganzen Welt!
Wo Menschen beginnen Gott zu erahnen,
hinter all den glänzenden Fassaden
und den bröckelnden Komplexen,
hinter den beteuerten Wahrheiten
und den zaghaften Zwischenrufen.

Hier ist der Trost meiner ganzen Welt!
Wo ich beginne Gott zu vertrauen
mich in seine Hände gebe
mit allem was mir lieb und teuer ist
mit allem Scheitern und aller Last,
weil er mein Herr ist.

⇒ Reinhard Röhrner

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