Impulse zum 3. Advent | C

3. Advent | Advent | Lesejahr C
Gaudete | Lektionar III/C, 12: Zef 3,14–17 | Phil 4,4–7 | Lk 3,10–18

Warten sie gerne? – Die meisten Menschen tun es nicht gerne. Warten ist wie eine Bremse im Alltag. Wir können nichts tun, uns höchstens ein wenig die Zeit vertreiben, in einer Zeitschrift blättern…  Im hektischen Alltag erscheint das Warten zuerst eher hinderlich zu sein. Wir wollen doch gestalten, etwas vorwärts bringen und uns verwirklichen. Da kann eine rote Ampel genügen und noch mehr unter Druck zu setzen.

Advent ist im Kern ein Warten. Wir können nichts beschleunigen, wenn wir uns noch so mühen und abstrampeln. Warten lehrt uns, dass das Wichtigste nicht gemacht werden kann, sondern geschehen darf. Gott wird kommen uns zu erlösen, ob wir uns stressen oder nicht.
Darum lädt uns der heutige dritte Advent ein sich zu freuen und in der Freude Gott zu erwarten, in seinem Kommen in die Welt und am Ende der Tage.  
So preisen wir Jesus, den Christus, als unseren Herrn, den Kyrios:

Kyrie | mit Gl 158

Herr Jesus Christus,
du willst in die Welt kommen.
Du schenkst uns Erfahrungen deiner Nähe.
Du bist der Grund unserer Freude.

Kein Gloria | Tagesgebet | MB 18

Allmächtiger Gott,
sieh gütig auf dein Volk,
das mit gläubigem Verlangen
das Fest der Geburt Christi erwartet.
Mache unser Herz bereit
für das Geschenk der Erlösung,
damit Weihnachten für uns alle
ein Tag der Freude und der Zuversicht werde.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Bitten wir unseren Herrn Jesus Christus, der uns mit seinem Kommen Freude und Zuversicht schenken möchte, in den Sorgen und Nöten unserer Zeit: Komm, Herr Jesus, Maranatha! (GL 634,6)::

  • Viele Menschen leiden unter Stress und Hektikdieser Tage.
    Zeige ihnen Wege zu Stille und Besinnung,
    dass sie sich auf das Fest deiner Geburt vorbereiten können.
    Komm, Herr Jesus, Maranatha | Komm, HerrJesus, Maranatha.
  • Viele Menschen stehen vor Bruchstücken undScherben im Leben.Schenke ihnengute Begleiter und Berater.
  • Viele Menschen sehnen sich nach Sinn.
    Öffne ihnen den Blick für deine Liebe
    und lass sie deine Spuren im Alltag entdecken.
  • Viele Menschen fühlen sich leer und ausgebrannt.
    Lass sie die Quellen neuer Kraft entdecken.
  • Viele Menschen trauern um liebe Angehörige und Freunde.
  • Lass sie aus deinem Wort und Beistand neue Kraft und Zuversicht finden.

Deine Freude soll in unserem Herzen sein, damit wir in den Fragen und Sorgen des Lebens in der Zuversicht deiner Nähe leben können. Dafür danken wir dir jetzt und alle Tage bis in Ewigkeit. AMEN.

Schlussgebet

Barmherziger Gott,
komm durch dieses heilige Mahl
uns schwachen Menschen zu Hilfe.
Reinige uns von Schuld
und mache uns bereit für das kommende Fest.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Zef3,14–17

Im 7. Jahrhundert vor Christus wie heute
bauen die Mächtigen auf Reichtum und kriegerische Macht.
Bomben und Terror schaukeln sich so gegenseitig hoch.
Der Prophet Zefanja mahnte schon damals,
dass ein Neuanfang, der Heil schenkt,
nur im Blick und im Hören auf Gott gelingt.
So verkündet er dem ‚Rest Israels‘, der Tochter Zion,
in einem Jubellied Freude und Erlösung.

Hinführung zur zweiten Lesung | Phil4,4–7

Im Brief an die Christen von Philippi,
wird seine enge Verbundenheit mit Paulus deutlich.

Die Freude am Glauben
und die Freude über die eigene Erlösung,
schenken Kraft und Zuversicht
mit den alltäglichen Mühen und Sorgen
zurecht zu kommen
und sich nicht von Ihnen bestimmen zu lassen.

Lesehinweis

Zefanja – Betonung auf dem ersten a
Philippi – Betonung auf dem pp

Meditation

Was sollen wir tun,
wenn vor lauter Aufgaben
kein Überblick mehr möglich ist?

Was sollen wir tun,
wenn wir uns
leer und antriebslos erfahren?

Was sollen wir tun,
wenn der Alltag nur noch
gewöhnlich und belanglos ist?

Was sollen wir tun,
wir uns schuldig
an anderen oder uns selber erleben?

Was sollen wir tun,
wenn die einfachen Antworten der Welt
uns einfach nicht weiterhelfen?

Mensch sein und bleiben
aufmerksam werden,
Stille erleben
und hören, was Gott uns sagen will

⇒ Reinhard Röhrner

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