Impulse zum fünften Sonntag im Jahreskreis| A

5. Sonntag im Jahreskreis | Jahreskreis 1-17 | Lesejahr A
Lektionar I/A, 251: Jes 58,7–10 | 1 Kor 2,1–5 | Mt 5,13–16

Salz ist für uns ein alltägliches Gewürz. Jeder kann es einfach im Geschäft kaufen, ja bei Glätte streuen wir es auf die Straßen um Unfälle zu vermeiden. Darum sehen wir vielleicht auch den besonderen Wert nicht mehr.
Salz ist wichtig. Wo es fehlt merkt man es sofort, auch wo es zuviel ist, etwa in der versalzenen Suppe fällt es uns auf.
Salz würzt und wertet die Speisen auf, weil es von den Speisen verschieden ist. Nur so kann es seinen besonderen Dienst erfüllen. Es muss wohl dosiert verwendet werden, damit man sich nicht abwendet. So soll auch unser Glaube in der Welt sein, auch wenn er nicht von der Welt ist, so wird vieles in der Welt durch ihn erst reich und besonders. Nehmen wir das Wort Christi in uns auf und versuchen Salz und Licht für die Welt zu sein und rufen zu unserem Herrn, dem Kyrios:

Kyrie | mit Gl 155

Herr Jesus Christus,
du ermutigst uns Salz der Erde zu sein. Kyrie eleison.
Du bestärkst uns Licht der Welt zu sein. Christe eleison.
Du bist uns Salz und Licht in der Welt. Kyrie eleison

Gloria | Tagesgebet | MB 213

Gott, unser Vater,
wir sind dein Eigentum
und setzen unsere Hoffnung
allein auf deine Gnade.
Bleibe uns nahe in jeder Not und Gefahr
und schütze uns.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Gott,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

„Ihr seid das Salz der Erde; ihr seid das Licht der Welt“, ruft uns Jesus zu. Wir beten zu ihm, der uns Mut macht Salz und Licht für die Welt zu sein:

  • Beten wir für die Menschen,
    die in Hunger und existentieller Not leben.
    Schenke ihnen Nahrung für Leib und Seele.
    Christus, höre uns. | Christus, erhöre uns.
  • Beten wir für die Menschen,
    die obdachlos sind und jene auf der Flucht.
    Lass sie ankommen und Heimat finden.
  • Beten wir für die Menschen,
    deren Leben dunkel ist, weil sie sich unverstanden fühlen.
    Zeige ihnen Wege in der Welt zu leben.
  • Beten wir für die Menschen,
    die im Dunkel von Terror und Krieg leben müssen.
    Hilf den Mächtigen Wege des Friedens zu gehen.
  • Beten wir für die Menschen,
    die zu dir heim gegangen sind und alle die um sie trauern.
    Sei du ihr Licht in der Welt und in deiner Gegenwart.

Mit allen unseren Sorgen vertrauen wir uns dir an und danken dir für deine Nähe und deinen Beistand, heute und bis in alle Ewigkeit. Amen.

Schlussgebet

Barmherziger Gott,
du hast uns teilhaben lassen
an dem einen Brot und dem einen Kelch.
Lass uns eins werden in Christus
und Diener der Freude sein für die Welt.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Jes 58,7–10

Nach der Rückkehr aus der Gefangenschaft
ist viel zu tun für das Volk Gottes.
Aufbau Jerusalems und die Erfüllung
von Frömmigkeitsübungen.
Der Prophet Jesaja hält dem Volk einen Spiegel vor
und ruft auf, dass beides
Handeln im Alltag
und frommes Leben nur helfen,
wenn sie beide mit demselben Geist vollzogen werden.

Hinführung zur zweiten Lesung | 1 Kor 2,1–5

Wo Menschen zusammen leben
entstehen oft schnell verschiedene Gruppen.
Die größte Freude für alle liegt
im Nutzen und der Wertschätzung aller.
Das gilt auch für die Christenheit und unsere Pfarrgemeinde.
Nicht Wortgewandtheit oder psychologisch raffinierte Werbetricks,
sondern andere Beweggründe,
von denen Paulus in dieser Lesung spricht,
machen eine christliche Gemeinde aus.

Lesehinweis

Meditation

Salz der Erde sein,
Salz für die Erde sein.
Dem Leben der Menschen
dem Miteinander,
dem Suchen und Fragen
einen Geschmack geben.

Niemand das Leben
oder die Suppe versalzen.
Vielmehr Geschmack schenken
Geschmack auf mehr
als das, was offensichtlich ist.
Geschmack auf die Fülle des Lebens.

Licht der Welt sein,
Licht in der Welt sein.
Dem Leben der Menschen
in der Dunkelheit des Alltags
in der Gewöhnlichkeit des Lebens
ein Licht geben.

Kein Scheinwerfer sein,
der bedrängt und grell strahlt,
der alles unwirklich
erscheinen lässt.

Salz sein und Licht sein.
Den Glauben leben und so
allem Leben
Licht in der Dunkelheit
Geschmack im fahlen Alltag schenken.

Reinhard Röhrner

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