Impulse zum dritten Sonntag im Jahreskreis| A

3. Sonntag im Jahreskreis | Jahreskreis 1-17 | Lesejahr A
Lektionar I/A, 244: Jes 8,23b – 9,3 | 1 Kor 1,10–13.17 | Mt 4,12–23 (4,12–17)

Haben sie sich auch schon einmal vorgenommen alles anders zu machen, radikale Vorsätze gefasst, die dann schnell in einer Ecke gelandet sind? Ja, das mache ich dann vielleicht schon irgendwann…
Im Exerzitienbuch des Ignatius von Loyola finden wir einen Übungsweg, der in der Tradition mit dem lateinischen Wort ‚magis‘ umschrieben wird. Magis heißt mehr, also nicht alles völlig verändern und umdrehen, aber ein mehr im Guten, in dem, was mich mehr zu Gott und mir selbst führt.

Im heutigen Evangelium begegnet uns auch ein mehr im Wirken Jesu. Jesus ruft Menschen mitten in ihrem Alltag ihm zu folgen und lässt so Heil und Heilung erfahren. Sie beschreiten neue Wege und bleiben doch sie selbst mit Ecken und Kanten, finden tiefer und bewusster zu sich und zu Gott.
Preisen wir Jesus Christus als unseren Herrn, den Kyrios:

Kyrie | mit Gl 157

Herr Jesus Christus,
Du ermutigst zur Umkehr.
Du rufst Menschen dir zu folgen.
Du schenkst Heil und Heilung

Gloria | Tagesgebet | MB 210

Allmächtiger, ewiger Gott,
lenke unser Tun nach deinem Willen
und gib,
dass wir im Namen deines geliebten Sohnes
reich werden an guten Werken.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Gott,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Jesus ruft zur Umkehr auf, denn das Himmelreich ist nahe. Deshalb wenden wir uns an ihn und bitten:

  • Für die Menschen, die nach Sinn suchen.
    Lass sie die frohmachende Botschaft deiner Liebe erkennen
    und so neue Zuversicht im Leben entdecken.
  • Für die Menschen, die im Dunkel von Angst und Schuld leben.
    Gehe in ihrem Leben auf als Licht,
    das die Dunkelheit vertreibt.
  • Für die Menschen, die vom Erdbeben in der Türkei
    oder anderen Unglücksfällen betroffen sind.
    Stärke die Helfer
    und alle, die sich um die Not der Menschen sorgen.
  • Für die Einheit der Christen, die auf verschiedenen Wegen versuchen
    Zeugen deiner Liebe in der Welt zu sein.
    Öffne Wege zu Gemeinschaft und Miteinander.
  • Für die Sterbenden, die mit dem Leben ringen
    und alle unsere Verstorbenen.
    Lass sie in deinem endlosen Licht leben.

Auch uns willst du nahe sein und deine Liebe erfahren lassen. Dafür danken wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.

Schlussgebet

Allmächtiger Gott,
in deinem Mahl
schenkst du uns göttliches Leben.
Gib, dass wir dieses Sakrament
immer neu als dein großes Geschenk empfangen
und aus seiner Kraft leben.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Jes 8,23b-9,3

Heute hören wir einen adventlichen Text,
um uns bewusst zu machen,
dass wir immer in der Erwartung des Herrn leben.
Die Gebiete der Stämme Sebulon und Naftali,
die in Galiläa liegen,
wurden von Assyrern besetzt,
sind vom Glauben abgefallen, vom Licht zum Dunkel.
Jesaja sagt den davidischen Friedensfürst voraus,
der dem Volk im Dunkel das Licht Gottes bringt.
Nach dem Matthäus-Evangelium
wurde diese Verheißung
durch Verkündigung und Wirken Jesu
im heidnischen Galiläa Wirklichkeit

Hinführung zur zweiten Lesung | 1 Kor 1,10–13.17

Auch christliche Gemeinden sind immer in Gefahr,
wo das Engagement Einzelner
zum Maßstab für alle gemacht werden soll,
bleiben Parteiungen, Streit und Spaltungen nicht aus.
Paulus spricht es offen an
und mahnt zur Einheit in Christus.
Jeder soll ihn zum Maßstab seines Handelns machen
und nach seiner Kraft und Fähigkeit
die frohe Botschaft verkünden!

Lesehinweis

Chloë – sprich o-e getrennt

Meditation

Gott kommt in die Welt,
er kommt in meine Welt
und ruft mich
ihm zu folgen.

Er lädt mich ein,
meine Berufung in der Welt
zu finden und zu entfalten,
im Nachfolgen mich selbst finden.

Nachfolge ist immer
Entscheidung für mich
und meinen eigenen Weg,
der vor mir liegt, dass ich ihn gehe.

„Kehrt um,
denn das Himmelreich ist nahe!“
Mehr als ein Versprechen,
mehr als eine Vision.

In den vielen Wegen dieser Welt,
in meinem persönlichen Umfeld
Zeugnis von ihm zu geben,
heißt Umkehr zu leben.

Wo es mir gelingt,
im Einklang mit mir und Gott zu leben,
wir sein Himmel erfahrbar
in den Herzen der Menschen.

Reinhard Röhrner

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