Impulse zum 5. Ostersonntag | A

Fünfter Ostersonntag | cantate | Osterzeit A | Lesejahr A
Cantate | Muttertag
Lektionar I/A, 192: Apg 6,1–7 | 1 Petr 2,4–9 | Joh 14,1–12

Wir versuchen uns im Leben einzurichten, einen Ort für uns zu schaffen, der unser Zuhause ist, unsere Bleibe. Das Wort drückt eine Ursehnsucht des Menschen nach etwas Beständigem aus. Nicht immer unterwegs sein zu müssen, sondern heimkehren und bleiben zu dürfen. Diese Sehnsucht prägt uns und Jesus versucht heute im Evangelium darauf eine Antwort zu geben.

In den dramatischen Veränderungen der letzten Wochen erleben wir vieles Vertraute als unsicher und sicher geglaubtes als veränderlich.

Ich gehe zu meinem Vater um für euch eine Wohnung zu bereiten; eine Bleibe, könnten wir sagen, eine in der wir ganz und gar sein dürfen und die ganz für uns geschaffen ist. Aus dieser lebendigen Zuversicht auf Gott hin dürfen wir unser Leben gestalten und zu unserem Herrn, dem Kyrios rufen:

Kyrie

Herr Jesus Christus,
du bist unser Weg. Kyrie eleison.
Du bist Wahrheit. Christe eleison.
Du bist Leben. Kyrie eleison.

Gloria | Tagesgebet | MB 170

Gott, unser Vater,
du hast uns durch deinen Sohn erlöst
und als deine geliebten Kinder angenommen.
Sieh voll Güte auf alle, die an Christus glauben,
und schenke ihnen die wahre Freiheit
und das ewige Erbe.
Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

„Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“, sagt Jesus zu seinen Freunden. Lasst uns zu ihm in den Sorgen, Nöten und Sehnsüchten unserer Zeit rufen:

  • In den vielfältigen Chancen und Möglichkeiten
    verlieren sich Menschen unserer Tage.
    Zeige dich du als Weg, der zu sich selbst und zu Gott führt.
  • In der Coronapandemie kommen viele an Grenzen.
    Ermutige alle Menschen aus dem Geist deiner Liebe
    ihr Leben und das Miteinander zu gestalten.
  • Lüge und Halbwahrheiten zerstören Gemeinschaft und Vertrauen.
    Hilf allen Menschen ehrlich und vertrauensvoll miteinander
    umzugehen und so Zeichen deiner Nähe in der Welt zu setzen.
  • Krankheit und Leid durchkreuzt unsere Lebenswege.
    Begleite alle, die anderen helfen in Krankheit, Not und Leid
    und schenke ihnen Kraft und Zuversicht.
  • Wo wir nur Ende sehen, versprichst du uns neues Leben.
    Nimm die Verstorbenen auf in deine Pracht
    und tröste alle, die trauern.

Wo wir nur Ende sehen, brichst du mit uns auf in eine neue Zukunft. Begleite uns alle mit dieser Zuversicht, heute, alle Tage unseres Lebens bis in Ewigkeit. Amen.

Schlussgebet | MB

Barmherziger Gott, höre unser Gebet.
Du hast uns im Sakrament
das Brot des Himmels gegeben,
damit wir an Leib und Seele gesunden.
Gib, dass wir
die Gewohnheiten des alten Menschen ablegen
und als neue Menschen leben.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Apg 6,1–7

In der Jerusalemer Urgemeinde
zeigt sich, was überall zu Tage treten kann:
Spannungen zwischen Menschen
unterschiedlicher Herkunft,
unterschiedlichen Standes.
Im Geiste Jesu an die Probleme zu gehen,
aus dem Gebet heraus
den Geist des Miteinanders zu suchen
und so Gemeinschaft zu stärken.

Hinführung zur zweiten Lesung | 1 Petr 2,4–9

Der Glaube an Jesus Christus
kann alles auf den Kopf stellen.
Wer sich darauf einlässt ist berufen
lebendiger Stein in der Kirche zu sein.
Das Priestertum jeder Frau und jedes Mannes
ist untrügliches Zeichen und Beleg dafür.
Wo wir Leben und Glauben,
ja Kirche gestalten,
geben wir davon Zeugnis.

Lesehinweis

Meditation

Ich bin der Weg
und die Wahrheit
und das Leben;
sagt Jesus zu seinen Freunden.

Im Durcheinander des Lebens,
in den Herausforderungen und Zweifeln,
suche ich einen Weg,
der mein Weg werden kann,
den ich gehen möchte.

In der Vielfalt
von Meinungen und Möglichkeiten,
von Wort und Gerede
suche ich die Wahrheit,
die leben lässt,
die nicht nur für den Augenblick gilt,
sondern ihre Gültigkeit entfaltet.

Auf meiner Suche
nach Sinn und Erfüllung
suche ich das Leben,
das bleibende und glückende Leben,
das mehr ist als ein schöner Augenblick,
sondern meine Erfüllung ahnen lässt.

Reinhard Röhrner

Weitere Impulse
Meditation
20 Lj A Ostern – Sonntag 5 – Cantate
20 Lj A Ostern – Sonntag 5 – Hinführung und Meditation