Impulse zur Kinderchristmette | A

Heiliger Abend | Weihnachten| Lesejahr A
In der Nacht | Lektionar I/A, 29: Jes 9,1–6 | Tit 2,11–14 | Lk 2,1–14

Prolog | GL 224 – Maria durch ein Dornwald ging
Anläuten | Einzug | Eröffnung

Hektik und Aufgeregtheit konnte man in den letzten Tagen spüren, ein seltsames Angespannt sein und dazwischen frohe Erwartung. Doch nun ist es soweit: Wir feiern Weihnachten. Wir feiern, dass Jesus in Bethlehem geboren ist. Er ist das Licht für die ganze Welt, für alle Menschen. Er macht unsere Welt hell und unser Leben froh. Davon wollen wir in diesem Gottesdienst hören. Wir danken Gott, dass er seinen Sohn Jesus Christus als Licht der Welt zu uns kommen lässt. Er ist die klare Sonne, die Freudensonne, der schöne Stern, der unser Leben hell macht.

So wollen wir jetzt miteinander in diese heilige Nacht hinein feiern, uns erinnern, was vor 2000 Jahren im fernen Bethlehem passierte und wie das heute auch uns verändern kann. So preisen wir Jesus Christus, den Mensch gewordenen Gottessohn als unseren Herrn und Kyrios:

Kyrie | oder Gl 158 Tau aus Himmelshöhn

Herr Jesus Christus,
du kommst als Heiland in die Welt.
Du Sohn der Jungfrau Maria.
Du bist der Immanuel, der Gott-mit-uns.

Gloria GL 250,1+3 | Tagesgebet | MB 38

Herr, unser Gott,
in dieser hochheiligen Nacht
ist uns das wahre Licht aufgestrahlt.
Lass uns dieses Geheimnis
im Glauben erfassen und bewahren,
bis wir im Himmel den unverhüllten Glanz
deiner Herrlichkeit schauen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Gott hat seinen Sohn Jesus Christus zu uns Menschen gesandt. Er bringt uns die Frohe Botschaft und macht unser Leben hell:

  •  Wir beten für alle, die die Frohe Botschaft weitersagen,
    für die Eltern, Großeltern und Paten,
    die ihren Kindern von Jesus erzählen,
    hier bei uns und überall auf der Erde.
  • ‚ Wir beten für alle, die wie die Hirten
    draußen auf dem Feld ausgeschlossen sind aus dem richtigen Leben, für die Traurigen und für jene, die trösten;
    für die Kranken und für jene, die heilen und pflegen.
  • ƒ Wir beten für alle, die wie Maria und Josef unterwegs sein müssen, für die Flüchtlinge, für die Obdachlosen
    und alle, die kein Zuhause haben.
  • „ Wir beten für alle,
    die wie Maria die gute Nachricht hören und darüber staunen,
    für uns und unsere Pfarrei, für Groß und Klein.
  • … Wir beten für alle, die durch uns die Liebe Gottes erfahren können, für alle, die durch uns von Gott hören,
    für unsere Freunde und Nachbarn.
  • † Wir beten für alle,
    an die wir jetzt besonders denken
    und die sich nach der Freude der Heiligen Nacht sehnen.

Durch dein Licht wird auch unser Leben hell und klar. Du bist bei uns in aller Dunkelheit und führst uns einst zu deinem großen Licht in Christus, unserm Herrn. Amen.

Schlussgebet

Herr, unser Gott,
in der Freude über die Geburt unseres Erlösers
bitten wir dich:
Gib uns die Gnade, ihm unser ganzes Leben zu weihen,
damit wir einst Anteil erhalten
an der ewigen Herrlichkeit deines Sohnes,
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Jes 9,1–6

Ein Leben im Finstern,
drückende Lasten auf den Schultern
und mit dem Stock des Treibers angetrieben wie ein Lasttier,
den Klang dröhnender Soldatenstiefel in den Ohren
und blutbefleckte Mäntel vor Augen.Die Worte Jesajas
gehen noch immer unter die Haut.
Sein visionärer Traum vom Frieden,
der kein Ende nimmt,
ist geprägt von großem Gottvertrauen –
allem Augenschein, aller Realität zum Trotz.
Es ist Wirklichkeit:
Gott wird Mensch!

Hinführung zur zweiten Lesung | Tit 2,11–14

Was Jesaja erhofft
– das Ende von Unterdrückung und Unfrieden –
wird nicht ohne uns Wirklichkeit.
Die Gnade Gottes will uns bewegen,
besonnen, gerecht und fromm zu leben.
„Wär‘ Christus tausendmal in Bethlehem geboren,
aber nicht in dir –
du wärest ewiglich verloren.“

Lesehinweis

… 

Meditation

Wir gehen hinein
in die heilige Nacht,
in die Geborgenheit des Dunkels.

Die Nacht als Zeit der Gottesbegegnung,
als Ort der Ruhe und Sicherheit,
als Erfüllung der Sehnsucht.

Mehr noch ist es für uns
die Gewissheit der Erlösung,
dass die Dunkelheit der Welt
überwunden ist.

Inmitten der Dunkelheit
strahlt sein Licht auf,
leuchtet er bis hinein in das Dunkel
das es auch in meinem Leben gibt

Es ist heilige Nacht,
bergende Nacht der Gottesbegegnung,
die mich aus meiner Enge
in die Weite seiner Liebe ruft.

Reinhard Röhrner

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