Impulse zum 14. Sonntag im Jahreskreis | A

14. Sonntag im Jahreskreis | Jahreskreis A | Lesejahr A
Suscepimus | Lektionar I/A,285: Sach 9,9–10 | Röm 8,9.11–13 | Mt 11,25–30 

Was ist die Mitte unseres Glaubens? Was ist der Kern des Christlichen? Die Botschaft von Kreuz, Leiden und Sterben des Gottessohnes und seine Auferstehung? Am Ende doch der moralische Zeigefinger, der mich hindert frei zu sein?

Für Søren Kierkegaard ist die heutige Stelle im Evangelium der Kern des Glaubens. Gott lädt ein, alle die mühselig und beladen sind, auszuruhen, zur Ruhe und zu sich selbst zu kommen und sich im Schutze Gottes von der Hetze des Lebens zu erholen. Ja, in seinem Geist von Neuem die eigene Freiheit neu spüren.

So sind auch wir heute eingeladen immer mehr zu uns selbst und zu Gott zu finden und ihn zu preisen, unseren Erlöser, den Kyrios

Kyrie

Herr Jesus Christus,
Du kommst mit Güte und Sanftmut. Kyrie eleison
Du reitest auf einem Esel zu den Menschen. Christe eleison
Du bist bei uns, damit wir den Weg zu dir finden. Kyrie eleison.

Gloria | Tagesgebet | MB 224

Barmherziger Gott, durch die Erniedrigung deines Sohnes
hast du die gefallene Menschheit
wieder aufgerichtet
und aus der Knechtschaft der Sünde befreit.
Erfülle uns mit Freude über die Erlösung
und führe uns zur ewigen Seligkeit.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Wir preisen Dich Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du uns nahe bist und offen bist für unser Rufen und unsere Nöte:

  • Viele Menschen fühlen sich äußerer Gewalt ausgeliefert.
    Hilf ihnen nicht daran zu zerbrechen
    und deinen Beistand durch gute Menschen zu spüren
  • Viele Menschen erfahren psychischen Druck.
    Steh ihnen bei mit dem Druck umzugehen
    und Wege zum befreiten Leben zu finden.
  • Viele Beziehungen und Gemeinschaften sind nicht frei
    von Macht und Gewalt.
    Lass alle Menschen sensibel füreinander werden
    und einander fördern im Guten
  • Aktivität und Engagement bestimmt das Leben vieler Menschen.
    Zeige ihnen den Wert von Stille und Besinnung
    und führe sie zur Tiefe des Lebens.
  • Du schenkst Gnade und Barmherzigkeit.
    Nimm unsere Verstorbenen auf in deine Gegenwart
    und tröste alle, die um ihre Lieben trauern.

Denn du bist der Herr der Herrlichkeit, der jeden Menschen an der Fülle der Gegenwart teilhaben lassen will, heute und bis in Ewigkeit. Amen.

Schlussgebet | MB

Herr, du hast uns mit reichen Gaben beschenkt.
Lass uns in der Danksagung verharren
und einst die Fülle des Heils erlangen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Sach 9,9–10

Macht und Gewalt bestimmen seit jeher den Lauf der Welt,
scheinen sich durch die Brutalität durchzusetzen.
In der Zeit des Propheten Sacharja
war es das Großreich Alexanders des Großen,
das alle in die Knie zwang.
Die Botschaft des Propheten
ist dem entgegen gesetzt
ein Friedenskönig und Friedensreich,
die Erfüllung menschlicher Sehnsucht durch Gott.

Hinführung zur zweiten Lesung | Röm 8,9.11–13

Kann ich frei leben
oder werde ich von Zwängen bestimmt?
Paulus verdeutlicht seine Botschaft
der Freiheit in Christus
anhand von Gegensatzpaaren.
Für den Christen heißt leben nach dem Geist,
aus Jesu Geist heraus
Angst und Furcht in der Welt zu überwinden.

Lesehinweis

Sacharja – Betonung auf dem zweiten a

Meditation

Mit Güte und Sanftmut
kommt ER,
der alle Macht hat,
der uns unterwerfen und bezwingen könnte,
der über allem ist.

Als Bruder und Freund
will ER bei uns sein,
will uns helfen,
uns selbst zu finden
und das Leben zu entdecken,
das ER für uns bereitet hat.

Ablegen die Werke der Macht,
die Taten der Gewalt,
die Überlegenheit der Wissenden
und offen werden
wie die Liebenden bereit sein
den Herrn in unser Herz zu lassen.

Wege zum Leben,
heißt Wege des Liebens zu gehen,
Füller erfahren,
heißt offen sein
und dankbar empfangen.

Reinhard Röhrner

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20 Lj A Jahreskreis – Sonntag 14 – Hinführung und Meditation