Impulse zum 3. Sonntag im Jahreskreis | C

3. Sonntag im Jahreskreis | Jahreskreis Sonntage 1-17 | Lesejahr C
Lektionar III/C, 260: Neh 8,2–4a.5–6.8–10 | 1 Kor 12,12–31a
(oder 12,12–14.27) | Lk 1,1–4; 4,14–21

Was darf ich hoffen? – So fasst Immanuel Kant in seiner Metaphysik die Frage nach der Religion zusammen. Was darf ich als Christ hoffen und erhoffen von meinem Gott?  Was gehört untrennbar zu meinem Glauben?

Die Theologie unterscheidet zwischen dem fides qua und dem fides quae, also dem Inhalt des Glaubens und seiner praktischen Umsetzung. Heute hören wir zweimal, wie wichtig es ist, die Inhalte des Glaubens im Bezug auf Gott nicht aus dem Blick zu verlieren auch wenn sich die äußeren Umstände ändern und die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen anders werden.

Wir glauben an Gott, die Zusage seiner Liebe ist gültig für jeden Einzelnen von uns. In diesem Glauben preisen wir Jesus Christus als unseren Kyrios:

Kyrie | oder Gl 164

Herr Jesus Christus,
du bringst den Armen die frohe Botschaft.
Du schenkst den Blinden das Augenlicht.
Du rufst ein Gnadenjahr des Herrn aus.

Gloria | Tagesgebet | MB 210

Allmächtiger, ewiger Gott,
lenke unser Tun nach deinem Willen
und gib,
dass wir im Namen deines geliebten Sohnes
reich werden an guten Werken.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, du bist gekommen um die frohe Botschaft zu bringen. Auch in unseren Nöten rufen wir und bitten dich:

  • Für alle, die sich nach einer guten Nachricht sehnen.
    Um Wege zu einem neuen Miteinander
    und Menschen, die gute Worte für andere haben.
  • Für alle, die gefangen sind und sich nach Entlassung sehnen.
    Um den Mut Grenzen zu überwinden
    und neue Wege in die eigene Zukunft zu finden.
  • Für alle, die blind geworden sind und sich nach Licht sehnen.
    Um neue Zuversicht für alle Traurigen
    und den dankbaren Blick vieler Gehetzter und Unzufriedener
    für all die wertvollen Dinge in ihrem Leben.
  • Für alle, die vor den Brüchen des Lebens stehen.
    Um Heilung und Heil für sich und alle, die ihnen anvertraut sind.
  • Für alle, die Gottes Gnade erwarten und erhoffen.
    Um die Gewissheit in Gottes Hand zu sein.
  • Für alle, die um liebe Menschen trauern,
    und für alle, die uns den Weg zu Gott voraus gingen.
    Um die Erfahrung von Gottes Liebe und Pracht.

Auch für uns bist du der Erlöser und Beistand in den Herausforderungen des Lebens, dafür danken wir durch Christus unseren Herrn.

Schlussgebet

Allmächtiger Gott,
in deinem Mahl
schenkst du uns göttliches Leben.
Gib, dass wir dieses Sakrament
immer neu als dein großes Geschenk empfangen
und aus seiner Kraft leben.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Neh 8,2–4a.5–6.8–10

Nach der Rückkehr aus dem Exil
ist der Glaube für viele Israeliten unklar.
Da lässt der Statthalter Nehemia
den Priester Esra das Gesetz des Mose
öffentlich verlesen und verkünden,
damit das Volk weiß,
worauf es sich im Glauben an Gott verlassen kann.
Voller Freude feiern sie sieben Tage,
weil sie sich Gott ganz nah fühlen.

Hinführung zur zweiten Lesung | 1 Kor 12,12–31a (oder 12,12–14.27)

Welt und Menschen sind vielfältig,
gleichzeitig ordnet der Mensch gerne ein.
Mit den Christen in Korinth fühlt sich
der Apostel Paulus eng verbunden.
Dort gibt es verschiedenste Charaktere,
die sich unterschiedlich entfalten.
Im Bild des Leibes macht er deutlich,
dass es bei aller Vielfalt wichtig ist,
die Einheit im Geist zu wahren

Lesehinweis

Meditation

Den Armen eine gute Nachricht bringen,
den Gefangenen die Entlassung verkünden,
den Blinden das Augenlicht schenken
und die Zerschlagenen in Freiheit setzen.
Ein Gnadenjahr des Herrn ausrufen.

Ein hoher Anspruch,
den Jesus an seine Verkündigung stellt,
die er erfüllt
mit Wort und Tat.

Ein Gnadenjahr des Herrn erleben
heißt für die Menschen
wieder hören und sehen können,
wieder gehen und in Gemeinschaft sein können.

Lebendig und vielfältig,
facettenreich und unmittelbar,
still und offen
den eigenen Weg zu Gott finden.

⇒ Reinhard Röhrner

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