Impulse zu Fronleichnam | C

Fronleichnam| Jahreskreis| Lesejahr C
Lektionar III/C, 243: Spr 8,22–31 | Röm 5,1–5 | Joh 16,12–15

Wo kämen wir hin, wenn alle nur fragen, wo kämen wir hin? Und keiner ginge um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen! (Kurt Marti) – Heute immerhin gehen wir, setzen wir uns in Bewegung. Nicht in einer Demonstration, ein Glaubenszeugnis geben wir, wenn wir mit dem Allerheiligsten auf die Straßen unserer Stadt hinaus ziehen: Wahrhaft ein  Thursday for Future!

Zeugnis ablegen heißt nicht nur am Rand stehen, sondern sich aufmachen und die frohe Botschaft in die Welt tragen. Wir sind eine fortschrittliche Gemeinde, wenn wir aus der Überzeugung unseres Glaubens anderen von Gottes Nähe erzählen und den Segen Gottes auf die Straßen unserer Stadt bringen. So rufen wir zu unserem Herrn, dem Kyrios, der uns in den Gestalten von Brot und Wein nahe ist:

Kyrie | mit Gl 156

Herr Jesus Christus,
unser Licht, Kraft und Zuversicht.
Weg, der zum Vater führt, Wahrheit, die niemals irrt.
Brot, das uns ernährt, Heil, das ewig währt

Gloria | Tagesgebet | MB 255

Herr Jesus Christus
im wunderbaren Sakrament des Altares
hast du uns das Gedächtnis deines Leidens
und deiner Auferstehung hinterlassen.
Gib uns die Gnade, die heiligen Geheimnisse
deines Leibes und Blutes so zu verehren,
dass uns die Frucht der Erlösung zuteil wird.
Der du in der Einheit des Heiligen Geistes
mit Gott dem Vater lebst und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Gott ist dreifaltig einer: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Er ist uns nahe und will uns helfen, dass das Leben gelingt. Zu ihm rufen wir voll Vertrauen in den Sorgen und Nöten unserer Zeit:

  • In den Werken der Schöpfung sehen wir Gottes Größe.
    Hilf allen die Schöpfung zu bewahren
    als Lebensraum für Menschen und Tiere.
  • Im Erleben der Welt sehen wir Gottes Vielfalt.
    Lass diese Vielfalt in den Herzen der Menschen reifen
    und zu einem friedlichen Miteinander werden.
  • In Angst und Verzweiflung scheint Gott weit weg zu sein.
    Stärke alle im vertrauenden Blick auf Jesus
    der alle Angst in seinem Erlösungswerk überwunden hat.
  • Macht und Rücksichtslosigkeit zerstören Leben.
    Hilf allen, die sich für Frieden und Versöhnung einsetzen,
    im Nahen Osten, in den Krisengebieten und bei uns.
  • In Kraft- und Mutlosigkeit sehnen wir uns nach neuen Quellen.
    Hilf allen Menschen im Glauben an dich
    und im Lobpreis auf deine Nähe neue Kraft zu finden.
  • Im Tod endet der irdische Weg.
    Nimm alle unsere Verstorbenen
    auf in deine Liebe und tröste die Trauernden.

Denn du bist der Eine von Anfang an, unser Schöpfer, Erlöser und Lebensspender, dafür danken wir dir jetzt und in alle Ewigkeit

Schlussgebet

Herr, unser Gott,
wir haben den Leib
und das Blut deines Sohnes empfangen.
Erhalte uns durch dieses Sakrament
im wahren Glauben und im Bekenntnis
des einen Gottes in drei Personen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Gen 14,18-20

Ein Urbild des gerechten Opfers
bringt der Melchisedek, der gerechte König von Jerusalem dar. Er übergibt Abraham,
der sich ganz auf den Glauben eingelassen hat,
Brot und Wein,
Nahrung und Freude.
Im Opfer für Gott steht in der Tradition unseres Glaubens
immer die Lebensperspektive des Menschen

Hinführung zur zweiten Lesung | 1 Kor 11,23–26

Wir feiern Fronleichnam am Donnerstag,
weil wir uns an den Gründonnerstag erinnern.
Wir erinnern uns an das letzte Abendmahl Jesu
und hören heute den ältesten Bericht
der uns im Neuen Testament überliefert ist.
Aufgrund von Missständen
unter den Christen in Korinth ermahnt Paulus alle,
an der Überlieferung fest zu halten.
Gerade die gemeinsame Feier der Eucharistie
soll die sozialen und gesellschaftlichen Grenzen überwinden
und im Glauben zusammen führen

Lesehinweis

Meditation

Brot und Wein,
es schmeckt nach Brot und Wein,
es riecht nach Brot und Wein
und sieht auch so aus.

Zeichen der Nähe,
Zeichen der Liebe,
hinter der sinnlichen Welt,
mehr als äußerlich wahrnehmbar.

Gott ist nahe,
er will mir nahe kommen
und mich verwandeln,
wie sich Brot und Wein
in Leib und Blut Christi verwandelten.

Wir ziehen hinaus,
mit Christi Leib in der Mitte
hinein in unsere Welt,
in der wir ihn verkünden
im Alltag

Reinhard Röhrner

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19 Lj C Fronleichnam – Hinführung und Meditation

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