Impulse zum 2. Fastensonntag Reminiscere | A

2. Fastensonntag Reminiscere | Fastenzeit A | Lesejahr A
Lektionar I/A, 69: Gen 12,1–4a | 2 Tim 1,8b–10 | Mt 17,1–9

Wenn ich etwas verstehen will mache ich mir ein Bild, oft prägt mich dieses Bild im Begreifen, obwohl mich schon viele Bilder irregeführt haben, scheint das Urvertrauen in das, was ich vor Augen sehe, ungebrochen.

Jeder bildliche Eindruck bleibt andererseits an der Oberfläche und dringt nicht in die Tiefe. „Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar!“ (Antoine de Saint-Exupéry)

Wo wir eine solche Seherfahrung mit dem Herzen machen, sind wir am Gipfel des Glaubens, meinen wir die Nähe Gottes ganz unmittelbar zu spüren. Diese Erfahrung ist tief im Innern des Menschen führt zu Schweigen und Anbeten, zu einem Gottesdienst mit ganzem Herzen.

Preisen wir Gottes Sohn, der uns als Erlöser, als Kyrios begegnet

Kyrie |

Herr Jesus Christus,
du bist Gottes Sohn. Kyrie eleison.
Du eröffnest neue Horizonte. Christe eleison.
Du bist unser Erlöser. Kyrie eleison.

Gloria | Tagesgebet | MB 93

Gott, du hast uns geboten,
auf deinen geliebten Sohn zu hören.
Nähre uns mit deinem Wort
und reinige die Augen unseres Geistes,
damit wir fähig werden,
deine Herrlichkeit zu erkennen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Unsicherheiten des Lebens und eigene Unzulänglichkeiten führen uns menschliche Ohnmacht vor Augen. Rufen wir zu unserem Herrn, den Gott selbst als seinen geliebten Sohn geoffenbart hat:

  • Krankheit, Not und Leid lähmt Menschen.
    Hilf allen, die vom Leben herausgefordert werden,
    mit neuer Kraft den Weg des Lebens zu gehen.
  • Hass, Neid und Missgunst lähmt Menschen.
    Stärke alle, die unter ihren Mitmenschen leiden,
    mit der Gewissheit deiner Nähe.
  • Scheitern und Schuld lähmt Menschen.
    Gib allen, die gescheitert sind oder Schuld auf sich geladen haben,
    den Mut zu einem neuen Anfang und zur Versöhnung
  • Krieg und Bürgerkrieg lähmt Menschen.
    Steh den Menschen in Syrien
    und allen anderen Orten des Unfriedens bei.
  • Die Erfahrung von Tod und Trauer lähmt Menschen.
    Nimm unsere Verstorbenen auf in deine Gegenwart
    und tröste die Trauernden.

Groß bist du Gott, unser Herr. Wir danken dir für deine Liebe und Sorge um uns und unsere Nöte, heute und in alle Ewigkeit. Amen.

Schlussgebet

Herr, du hast uns im Sakrament
an der Herrlichkeit deines Sohnes Anteil gegeben.
Wir danken dir,
dass du uns schon auf Erden teilnehmen lässt
an dem, was droben ist.
Durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Gen 12,1-4a

Der Weg des Menschen mit Gott
beginnt immer mit dem Vertrauen des Menschen
auf Gottes Zusage.
Nur so kann Gott seine Treue beweisen.
Auf Gottes Wort hin
bricht Abraham ins Ungewisse auf.
Die einzige Sicherheit ist für ihn
das Vertrauen auf denjenigen,
der ihm Segen verheißt.
So zeigt er sich als Urvater der Glaubenden.

Hinführung zur zweiten Lesung | 2 Tim 1,8b-10)

Gerne hätten wir eine perfekte Welt,
aber weder die Welt noch wir selbst
genügen diesem Anspruch. Wir können auch weder uns
noch die Welt perfekt machen,
aber wir können Gottes Ruf
und seine Zusage annehmen.
Die Bibel nennt das Gnade,
weil wir es uns nicht verdienen müssen.

Lesehinweis

Timotheusbrief:  Betonung auf dem o,
                                e und u werden getrennt gesprochen.

Meditation

Verwandelt vor den Augen,
in ein neues Licht gesetzt
ganz neu gesehen.

Wo Gottes Licht
in den Alltag der Menschen kommt,
ändert sich alles.

Wer vom göttlichen Licht getroffen wird,
spiegelt es wider
hinein in seine Welt.

Strahlt von jener Liebe,
die den Menschen befreit
ohne ihn einzuengen.

Schafft dieses Vertrauen
auf dem sich das Leben aufbauen lässt
in frohen und dunklen Stunden.

Er ist wahrhaft Gottes Sohn
vor den Augen der Jünger
in den Herzen der Gläubigen.

Reinhard Röhrner

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