Impulse zum Dreifaltigkeitssonntag | C

Dreifaltigkeitssonntag| Trinitatis| Jahreskreis| Lesejahr C
Lektionar III/C, 243: Spr 8,22–31 | Röm 5,1–5 | Joh 16,12–15

Mit dem Kreuzzeichen und der Anrufung der göttlichen Personen beginnen wir jedes Gebet. Ein Gott in drei Personen. Eine geläufige Formel, ein selbstverständliches Tun in unserem Gebetsleben und doch eine Herausforderung für unser Denken.

Bewusst oder unbewusst werden die göttlichen Personen immer wieder getrennt wahrgenommen und doch betont der Glaube immer aufs Neue, dass Gott einer ist. Diese Einheit offenbart er und wir können sie anfanghaft erahnen im Bild der Liebe. Gott liebt nicht irgendwann einmal, wenn er ein geeignetes Gegenüber findet, sondern er ist in sich diese Liebe – wie es der 1. Johannesbrief sagt – und findet sich so in sich als Vater und Sohn und Geist wieder. Diesen Gott preisen wir als Herrn und Kyrios:

Kyrie | mit Gl 156

Herr Jesus Christus,
du bist vom Vater ausgegangen. Kyrie eleison.
Durch den heiligen Geist in Maria Mensch geworden. Christe eleison.
Mit dem Vater und dem Geist bist du der eine Gott und Herr. Kyrie eleison

Gloria | Tagesgebet | MB 250

Herr, himmlischer Vater,
du hast dein Wort und deinen Geist
in die Welt gesandt,
um das Geheimnis des göttlichen Lebens
zu offenbaren.
Gib, dass wir im wahren Glauben
die Größe der göttlichen Dreifaltigkeit bekennen
und die Einheit der drei Personen
in ihrem machtvollen Wirken verehren.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Gott ist dreifaltig einer: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Er ist uns nahe und will uns helfen, dass das Leben gelingt. Zu ihm rufen wir voll Vertrauen in den Sorgen und Nöten unserer Zeit:

  • In den Werken der Schöpfung sehen wir Gottes Größe.
    Hilf allen die Schöpfung zu bewahren
    als Lebensraum für Menschen und Tiere.
  • Im Erleben der Welt sehen wir Gottes Vielfalt.
    Lass diese Vielfalt in den Herzen der Menschen reifen
    und zu einem friedlichen Miteinander werden.
  • In Angst und Verzweiflung scheint Gott weit weg zu sein.
    Stärke alle im vertrauenden Blick auf Jesus
    der alle Angst in seinem Erlösungswerk überwunden hat.
  • Macht und Rücksichtslosigkeit zerstören Leben.
    Hilf allen, die sich für Frieden und Versöhnung einsetzen,
    im Nahen Osten, in den Krisengebieten und bei uns.
  • In Kraft- und Mutlosigkeit sehnen wir uns nach neuen Quellen.
    Hilf allen Menschen im Glauben an dich
    und im Lobpreis auf deine Nähe neue Kraft zu finden.
  • Im Tod endet der irdische Weg.
    Nimm alle unsere Verstorbenen
    auf in deine Liebe und tröste die Trauernden.

Denn du bist der Eine von Anfang an, unser Schöpfer, Erlöser und Lebensspender, dafür danken wir dir jetzt und in alle Ewigkeit

Schlussgebet

Herr, unser Gott,
wir haben den Leib
und das Blut deines Sohnes empfangen.
Erhalte uns durch dieses Sakrament
im wahren Glauben und im Bekenntnis
des einen Gottes in drei Personen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Spr 8,22–31

Spielerisch lernen und erleben wir am innigsten.
Die Weisheit Gottes begegnet uns heute
im Buch der Sprichwörter als fröhliches Kind Gottes.
Gottes Nähe zeigt sich vielfältig
in seinen Werken und Zeichen seiner Nähe,
der Mensch kann staunend und dankbar
darauf antworten.
Gott ist der nahe Gott, der sich mitteilt
um uns Orientierung im Leben zu geben
und den Blick auf ihn zu weiten
um nicht in der Enge des Alltags unter zu gehen.

Hinführung zur zweiten Lesung | Röm 5,1-5

Die Buchhandlungen sind voll mit Glücksratgebern.
Dabei bleibt meist doch ein ungutes Gefühl,
wenn sie nicht funktionieren,
wie wir es wollen.
Paulus schreibt im Brief an die Christen in Rom
von der Hoffnung des Menschen,
also vom Gelingen des Lebens,
das nicht Momente des Glücks zählt,
sondern aus der Gegenwart Gottes heraus
das ganze Leben gelingend, ja glücklich erfährt

Lesehinweis

Meditation

Ein Gott in drei Personen:
Vater, Sohn und Heiliger Geist,
sind in tiefer Liebe eins.

Gott ist Wahrheit,
die trägt und hilft,
die Leben spendet.

Gott ist mehr noch Liebe,
liebende Wahrheit,
Wahrheit in Liebe.

An den dreieinen Gott glauben
heißt darauf setzen,
dass die Liebe tragend ist im Leben.

Liebe nicht nur als ein schönes Ideal,
sondern die Wirklichkeit,
die uns Mensch sein lässt.

Glauben heißt die Liebe wagen,
sich bei allem irdischen Widerspruch,
ganz auf sie, auf Gott einzulassen.

Reinhard Röhrner

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