Impulse zum Dreifaltigkeitssonntag| A

Dreifaltigkeitssonntag| trinitatis | Jahreskreis A | Lesejahr A
 Lektionar I/A, 227: Apg 2,1–11 | 1 Kor 12,3b–7.12–13 | Joh 20,19–23

Wer ist Gott? Wie kann man ihn beschreiben, wie ihn darstellen? – Die Kunst hat immer wieder Wege gesucht das Geheimnis darzustellen, das Gott für uns ist. Jedes Bild aber ist nur anfanghaft, keine Beschreibung kann Gott umfänglich erfassen. Wenn wir Gott begriffen haben, ist es nicht Gott, was wir begriffen haben. Mit dem hl. Augustinus können wir sagen: „Von Gott kann man nicht reden; doch wehe dem, der von ihm schweigt.“

Wer ist dieser Gott, den wir als den dreieinen oder dreifaltigen feiern, als Vater, Sohn und Geist? Wie er uns im Hochaltar der Stadtpfarrkirche dargestellt ist? Oder wie es im Heilig der deutschen Messe von Franz Schubert und Johann Philipp Neumann heißt: Allmacht, Wunder, Liebe.

In dieser Liebe begegnet uns Gott bedingungslos, den wir in seinem Sohn als Kyrios für sein Erbarmen preisen:

Kyrie

Herr Jesus Christus,
du sendest uns den Geist. Kyrie eleison.
Von dir und vom Vater geht der Geist aus. Christe eleison.
Mit dem Vater und dem Geist bist du der eine Gott. Kyrie eleison.

Gloria | Tagesgebet | MB 250

Herr, himmlischer Vater,
du hast dein Wort und deinen Geist
in die Welt gesandt,
um das Geheimnis des göttlichen Lebens zu offenbaren.
Gib, dass wir im wahren Glauben
die Größe der göttlichen Dreifaltigkeit bekennen
und die Einheit der drei Personen
in ihrem machtvollen Wirken verehren.
Darum bitten wir durch Jesus Christus
Deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Der Geist Gottes erfüllt die Herzen der Gläubigen. So bitten auch wir um Gottes Geist für unsere Zeit und Welt:

  • Einsamkeit und Unverständnis führt Menschen in die Enge,
    offenbare dich als lebenspendender Geist
    und zeige Wege zu Gemeinschaft und Miteinander.
  • Krankheit und Leid bedrückt Menschen,
    offenbare dich als lebenspendender Geist
    und schenke Heil und neue Perspektiven.
  • Streit und Missgunst belasten Menschen,
    offenbare dich als lebenspendender Geist
    und lass Frieden und Versöhnung reifen.
  • Persönliche Not nimmt Menschen den Atem,
    offenbare dich als lebenspendender Geist
    und gib gute Helfer und mutige Visionen.
  • Trauer und Tod lähmen Menschen und lassen sie erstarren,
    offenbare dich als lebenspendender Geist
    und durchbrich die Mauer von Trauer und Tod.

Sende aus deinen Geist und verändere das Antlitz der Erde, dass wir immer und überall die Spuren deiner Liebe erfahren können, heute, alle Tage unseres Lebens bis in Ewigkeit. Amen.

Schlussgebet | MB

Herr, unser Gott, wir haben den Leib
und das Blut deines Sohnes empfangen.
Erhalte uns durch dieses Sakrament
im wahren Glauben und im Bekenntnis
des einen Gottes in drei Personen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Ex 34,4b.5–6.8–9

Barmherzig und gnädig,
langmütig, reich an Huld und Treue
erlebt das Volk Israel Gott am Sinai.
Trotz menschlicher Schwäche
zeigt sich Gott treu
und führt die Menschen auf den Weg
in eine gute Zukunft.
Die Wegweiser schreibt er selbst in die Tafeln des Bundes,
die wir als die zehn Gebote kennen.

Hinführung zur zweiten Lesung | 2 Kor 13,11–13

Trotz allen Engagements des Apostels Paulus
war in Korinth nicht alles eitel Sonnenschein.
Damals wie heute drohen Spaltungen.
Paulus gibt keine strengeren Regeln,
sondern ermuntert auf das Gemeinsame zu blicken
und aus der Freude über Gott,
das Leben und Miteinander zu gestalten.

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Lesehinweis

Sinaï – Sina i, getrennt lesen, nicht wie ei

Meditation

An Gott glauben
heißt nicht eine Theologie anerkennen
oder Glaubenssätze verinnerlichen,
sondern antworten.

Gott kommt mit seiner Liebe
dem Menschen entgegen,
der ihm mit dankerfüllter Liebe
im Glauben antwortet.

Glauben heißt lieben.
Offen sein für den liebenden Zuspruch,
bereit sein für das Geschenk
und in dieser Liebe antworten

Glauben ist Leben,
mehr als Dasein in der Welt,
sondern aus der Tiefe
Kraft und Zuversicht schöpfen.

Glauben lebt,
wo Menschen sich einlassen
auf das Geheimnis Gottes,
der uns liebend entgegenkommt.

Reinhard Röhrner

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