Impulse zum sechsten Ostersonntag | C

Sechster Ostersonntag | Cantate| Osterzeit| Lesejahr C
Lektionar III/C, 208: Apg 15,1–2.22–29 | Offb 21,10–14.22–23 | Joh 14,23–29

Freiheit und Frieden – zwei gewaltige Worte bei denen viele Emotionen mitschwingen. Worte die auch unmittelbar zusammenhängen. Wo Unfriede herrscht wird sich kein befreiendes Gefühl einstellen, ganz im Gegenteil Unfriede schnürt ein und beengt. Ebenso wird kaum jemand, der eingesperrt ist wirklichen Frieden erfahren, die Sehnsucht nach Freiheit treibt den Menschen bis er Freiheit findet.

Gleichzeitig scheinen die Menschen oft Freiheit und Frieden leichtfertig zu verspielen. Jesus schenkt uns seinen Frieden und in seinem Geist den Geist der Freiheit, wer auf ihn hört, kann eine neue Freiheit und einen tiefen Frieden erleben. Im Gottesdienst können wir uns darauf einlassen und ihn als Kyrios, als unseren Herrn preisen:

Kyrie | mit Gl 155

Herr Jesus Christus,
du willst bei uns wohnen. Kyrie eleison.
Dich lieben heißt deine Worte bewahren. Christe eleison.
In deiner Liebe bist du uns nahe. Kyrie eleison

Gloria | Tagesgebet | MB 179

Allmächtiger Gott,
lass uns die österliche Zeit
in herzlicher Freude begehen
und die Auferstehung unseres Herrn preisen,
damit das Ostergeheimnis,
das wir in diesen fünfzig Tagen feiern,
unser ganzes Leben prägt und verwandelt.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Herr, Jesus Christus, du hast deinen Freunden versprochen immer bei ihnen zu sein. Nöte und Sorgen verdecken im Alltag oft den Blick auf dich. So bitten wir:

  • Wir beten für alle Menschen, deren Leben ohne Halt ist,
    die nicht wissen, woran sie sich halten können.
    Zeige ihnen Wege zum Vertrauen in dich.
  • Wir beten für die Menschen, deren Beziehungen zerbrochen sind,
    zwischen Partnern, Eltern und Kindern oder Freunden.
    Eröffne ihnen Wege zu- und miteinander.
  • Wir beten für die Suchenden,
    die Sicherheit und Geborgenheit suchen.
    Lass sie einen Ort der Ruhe und des Friedens finden.
  • Wir beten für die Opfer von Terror und Gewalt.
    Nimm sie auf in deine Liebe
    und schenke den Tätern Umkehr und Einsicht.
  • Wir beten für alle Verstorbenen,
    die jetzt bei Gott wohnen dürfen.
    Tröste alle Trauernden in der Hoffnung und Liebe.

Denn du bist uns immer nahe und schenkst uns Zeichen deiner Nähe. Hilf uns immer mehr aus dem Frieden zu leben, den du uns schenken willst bis wir einmal ganz bei dir sein werden in Ewigkeit. Amen.

Schlussgebet

Allmächtiger Gott,
du hast uns durch die Auferstehung Christi
neu geschaffen für das ewige Leben.
Erfülle uns mit der Kraft dieser heilbringenden Speise,
damit das österliche Geheimnis
in uns reiche Frucht bringt.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Apg 15,1–2.22–29

Es ist oft schwer im Leben
das wirklich Wichtige und Entscheidende
unter allem Möglichen heraus zu finden.
Die Apostel finden auf dem sogenannten Apostelkonzil
einen guten Weg
im Gebet und Hören auf Gottes Geist
eigene Grenzen zu überwinden.
So öffnet sich die Kirche
und diese Zusammenkunft bleibt prägend
für das Suchen nach Antworten im Glauben
für jede Zeit

Hinführung zur zweiten Lesung | Offb 21,10–14.22–23

Keine Zeit zu haben
erscheint vielen als Krankheit unserer Zeit.
Keine Zeit mehr wahr zu nehmen
ist im biblischen Bild
des himmlischen Jerusalems
zum Zeichen der Fülle geworden.
Die wertvollsten Zeiten für Menschen
erleben wir dort, wo die Zeit unwichtig wird
und wir ganz da sein können

Lesehinweis

Meditation

Lieben und Festhalten,
zwei Worte, die einander entgegen stehen,
ja sich scheinbar ausschließen.

Lieben und Festhalten
ein Auftrag Jesu
an seine Freunde.

Liebe braucht Freiheit
will sich selbst entfalten
und dabei den Anderen unterstützen.

Wo Liebe und Freiheit zusammen finden,
werden sie die Grundlage bewahren,
die sie tragen.

Lieben und Festhalten
in der Liebe bewahren und tragen
heißt die eigene Fülle zu finden.

In Liebe fest zu halten,
heißt nicht einengen und begrenzen,
sondern mich in meine Weite führen

Reinhard Röhrner

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