Impulse zum neunundzwanzigsten Sonntag im Jahreskreis | C

Neunundzwanzigster Sonntag im Jahreskreis | Jahreskreis| Lesejahr C
KIRCHWEIH | Lektionar VIII/C, 374: 1 Kön 8,22-23.27-30 | 1 Petr 2,4-9
Lk 19,1-10

„Wohnt denn Gott wirklich auf der Erde?“ – So hören wir heute Salomo im Weihegebet für den Tempel in Jerusalem beten. Natürlich kann kein noch so großes Gebäude Gott fassen.
Vielmehr ist die Kirche ein Bauwerk und Gemeinschaft. Das Zweite Vatikanische Konzil fasst zusammen: Das Geheimnis der heiligen Kirche wird in ihrer Gründung offenbar. Denn der Herr Jesus machte den Anfang seiner Kirche, indem er frohe Botschaft verkündigte, die Ankunft nämlich des Reiches Gottes, das von alters her in den Schriften verheißen war: „Erfüllt ist die Zeit, und genaht hat sich das Reich Gottes“ (LG 5) Deshalb feiern wir den Weihetag unserer Kirche. Die Zachäusfahne bzw. Osterfahne am Kirchturm kündet vom Kern des Glaubens, der Erlösung in Jesus Christus. So stimmen ein in den weltweiten Lobruf auf unseren Herrn und Erlöser:

Kyrie | oder Gl 163,1

Herr Jesus Christus,
Du bist der Sohn des lebendigen Gottes. Kyrie eleison.
Du bist der Messias. Christe eleison.
Du hast die Welt erlöst. Kyrie eleison.

Gloria | Tagesgebet | MB 879

Großer und heiliger Gott,
jedes Jahr
feiern wir den Weihetag dieses heiligen Hauses.
Höre auf die Bitten deines Volkes.
Hilf uns, dass wir an diesem Ort
in rechter Gesinnung den heiligen Dienst vollziehen
und den Reichtum der Erlösungsgnade empfangen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Die Kirche ist der sichtbare Ort der Gottesbegegnung unter uns. Rufen wir zu unserem Gott und tragen ihm unsere Bitten vor:

  • Wir beten für den Papst und die Bischöfe,
    dass sie die Kirche weise und klug leiten
    und ihr ein Beispiel im Glaubensleben sind.
  • Wir beten für alle, die sich von der Kirche enttäuscht fühlen
    und abgewandt haben,
    wieder einen Weg in die Gemeinschaft der Glaubenden zu finden.
  • Wir beten für alle Gläubigen,
    die in ihrem Alltag ein lebendiges Zeichen des Glaubens geben
    und auch andere im Glauben ermutigen.
  • Wir beten für die Menschen in Syrien,
    dass endlich Frieden werden und Versöhnung wachsen kann.
  • Wir beten für die Menschen auf der Suche nach Sinn,
    dass sie in der Begegnung mit dem Glauben
    einen tragenden Fels im Leben finden.
  • Wir beten für unsere Verstorbenen
    mit denen wir in der Kirche des Himmels verbunden sind
    und die jetzt in Gottes Liebe sind.

Denn durch dich, Herr, unser Gott, wissen wir uns verbunden über die Grenzen von Zeit und Ort hinweg. Dafür danken wir dir heute und in alle Ewigkeit. AMEN.

Schlussgebet

Herr, unser Gott, am Weihetag dieser Kirche
haben wir das Opfer des Lobes dargebracht.
Mache diese Feier
für uns zur Quelle der Gnade und der Freude,
Damit deine Gemeinde im Heiligen Geist
zum Tempel deiner Herrlichkeit wird.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | 1 Kön 8,22-23.27-30

Der salomonische Tempel ist sprichwörtlich geworden
für seine Pracht und Größe.
In einem 14-tägigen Fest wird die Bundeslade
mit dem Bund vom Sinai in den Tempel gebracht.
Das Weihegebet preist den Tempel
als sichtbares Zeichen für Gottes Gegenwart.
Die Treue zum Bund mit Gott verheißt Erfolg,
sinnerfülltes Leben

.

Hinführung zur zweiten Lesung | 1 Petr 2,4-9

Der Jerusalemer Tempel ist das Sinnbild
für die Gegenwart Gottes unter den Menschen.
Im ersten Petrusbrief wird die Bundeszusage
über die Grenzen von Ort und Volk hinaus
auf alle Menschen erweitert.
Wer an Christus glaubt
ist durch die Gnade der Taufe
Priester, König und Prophet in Ewigkeit.

Lesehinweis

Meditation

Wir feiern Kirchweih,
den Weihetag unserer Kirche,
des Ortes der Begegnung
von Gott und Mensch
mitten unter uns.

Wir feiern Kirchweih,
weil nicht nur Arbeit und Vergnügen
einen Platz im Leben haben,
sondern auch Ruhe und Stille,
und das Gebet notwendig sind.

Wir feiern Kirchweih,
und nennen diesen Ort
einen heiligen Raum,
der uns nicht zur Verfügung steht,
sondern uns fügen und leiten kann.

Wir feiern Kirchweih,
weil die Freude über Gott
in unser Leben hinein strahlt
und unser handeln prägt
ein Leben lang.

Wir feiern Kirchweih
und blicken über die Grenzen
des eigenen Horizontes hinaus,
weil der Fels des Glaubens
allen Menschen Halt und Sicherheit geben kann

Reinhard Röhrner

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