Impulse zum achtundzwanzigsten Sonntag im Jahreskreis | C

Achtundzwanzigster Sonntag im Jahreskreis | Jahreskreis| Lesejahr C
Lektionar VIII/C, 374: 2 Kön 5,14–17 | 2 Tim 2,8–13 | Lk 17,11–19

Wir leben in unruhigen Zeiten, es brodelt an vielen Stelle unserer Welt. Sprüche der Gewalt und Ausgrenzung scheinen in vielen Teilen der Welt und auch unserer Gesellschaft wieder salonfähig zu werden und die Gewalt scheint sich immer mehr auszubreiten.

Ausgrenzung heißt auch, dass ich mich ausgrenze von anderen. Ausgrenzen und Aussetzen trennt Menschen voneinander. Im heutigen Evangelium hören wir vom Aussatz und von Ausgrenzung, mehr noch wir hören von der Heilung vom Aussatz, dem Überwinden der Ausgrenzung. Das ist unser Glaube, dass die Grenzen und Hindernisse zwischen Menschen im Blick auf Gott überwunden werden können und Gemeinschaft von Mensch und Gott sowie den Menschen untereinander wachsen kann:

Kyrie | mit Gl 155

Herr Jesus Christus,
du zeigst uns deine Macht. Kyrie eleison.
Du schenkst Heilung und Heil. Christe eleison.
Du ermutigst uns zur Dankbarkeit. Kyrie eleison.

Gloria | Tagesgebet | MB 239

Herr, unser Gott,
deine Gnade komme uns zuvor und begleite uns,
damit wir dein Wort im Herzen bewahren
und immer bereit sind, das Gute zu tun.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

In den Selbstverständlichkeiten des Alltags übersehen wir oft die Nöte der Welt. Rufen wir zu Gott, der uns Heil und Heilung schenken will:

  • Für alle Kranken und Hilfebedürftigen,
    dass sie Menschen finden,
    die ihnen beistehen und helfen ihr Leben zu gestalten.
  • Für alle Ärzte, Kranken- und Altenpfleger
    und alle, die sich in der Sorge um andere wissen,
    dass sie Kraft finden für den Dienst
    und Sinn erleben dürfen in ihrem Tun.
  • Für alle Ungläubigen und jene, die den Glauben verloren haben,
    dass sie Menschen finden, die ihnen Wege des Glaubens zeigen
    und begeistert neue Horizonte mit Gott eröffnen.
  • Für alle Menschen, die die nach den Anschlägen von Halle
    in Angst vor Terror leben, dass sie deinen Beistand
    und das Engagement der Gesellschaft in ihrem Alltag erfahren.
  • Für alle Undankbaren und Unzufriedenen,
    dass sie die vielen Selbstverständlichkeiten
    dankbar annehmen lernen
    und den Wert des eigenen Lebens entdecken.

Denn du schenkst Heil und Erfüllung, wir danken dir für deine Nähe, deinen Beistand und die Freude dir dienen zu dürfen, heute und in Ewigkeit. AMEN.

Schlussgebet

Allmächtiger Gott,
in der heiligen Opferfeier nährst du deine Gläubigen
mit dem Leib und dem Blut deines Sohnes.
Gib uns durch dieses Sakrament auch Anteil
am göttlichen Leben.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | 2 Kön 5,14–17

Elischa ist der Schüler und Nachfolger
des großen Propheten Elija.
Heute hören wir, wie der ausländische Feldherr Náaman,
in Israel auf das Prophetenwort hin
im Jordan geheilt wird. Im siebenmaligen Untertauchen im Jordan,
stirbt der Aussatz und das Alte.
Gott zeigt sich in seinem Heilswillen
für alle Menschen, die zu ihm rufen und ihn bitten
über die Grenzen von Stamm und Glaube hinweg.

Hinführung zur zweiten Lesung | 2 Tim 2,8–13

Auch als Erlöste,
werden wir immer wieder herausgefordert
durch Leid, Schmerz und Tod.
Paulus erinnert seinen Schüler Timotheus,
dass sich in solchen Erfahrungen der Glaube bewährt,
denn sogar der Tod ist in Christus überwunden.
Wenn Menschen auch untreu werden,
Gott bleibt immer treu.

Lesehinweis

Náaman: Ná-a-man

Bei Timotheus wird das o betont
und e-us getrennt gesprochen

Meditation

Aussätzige werden rein.
Menschen die ausgesetzt sind,
außerhalb der Gemeinschaft,
am Rande der Gesellschaft,
selbst oder von anderen verschuldet.

Auch ich bin manchmal aussätzig,
weil andere mich ablehnen,
weil mich mein Egoismus ausgrenzt.

Die Aussätzigen rufen,
bringen ihr Leid,
ihre Not zur Sprache.
Jesus hört das Rufen,
er erhört die Rufenden
macht sie gesund.

Ein Wunder geschieht,
wo Menschen durch die Liebe
verwandelt werden.

Liebe, die mir geschenkt wird,
vollendet sich
in dankbarer Erwiderung,
der Mensch wird
von Grund auf heil

Reinhard Röhrner

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