Impulse zum siebenundzwanzigsten Sonntag im Jahreskreis | C

Siebenundzwanzigster Sonntag im Jahreskreis | Jahreskreis| Lesejahr C
Erntedank | Lektionar VIII, 245-252: Joël 2,21-24.26-27  | 1 Tim 6,6-11.17-19 | Lk 12,15–21   1

Bei uns haben die meisten Menschen einen unmittelbaren Kontakt zum Wachsen und Gedeihen unserer Nahrungsmittel und bangen jedes Jahr um ausreichenden Ertrag. Was für den Gartler eine Freude darstellt, ist für den Landwirt eine existenzielle Frage. Gerade durch immer neue Lebensmittelskandale beginnen immer mehr Menschen zu schätzen, unverdorbene und gesunde Lebensmittel auftischen zu können. Eine gute Ernte kostet Anstrengung und oft mühevolle Arbeit. Bei allem Aufwand, der dafür nötig ist, müssen wir uns bewusst bleiben, dass unsere Nahrungsmittel ein Geschenk sind, das uns der Schöpfer durch die Kräfte der Natur zukommen lässt. So wollen wir unsere Dankbarkeit für die Lebens-, Nahrungs- und Genussmittel, sowie für alle anderen Lebensgrundlagen, die wir aus der Natur beziehen, in besonderer Weise zeigen:

Kyrie | mit Gl 155

Herr Jesus Christus,
hast uns die Liebe des Vaters gezeigt. Kyrie eleison.
Du machst uns sensibel für die Schöpfung. Christe eleison.
Du zeigst uns wie wir durch Dankbarkeit reich werden. Kyrie eleison.

Gloria | Tagesgebet | MB 1094

Gott, unser Vater, du sorgst für deine Geschöpfe.
Du hast dem Menschen die Erde anvertraut.
Wir danken dir für die Ernte dieses Jahres.
Nähre damit unser irdisches Leben
und gib uns immer das tägliche Brot,
damit wir dich für deine Güte preisen
und mit deinen Gaben den Notleidenden helfen können.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Wir danken für die Ernte des Jahres, für die vielen kleinen Dinge in unserem Leben. Wir sehen aber auch noch viele Felder, die unbestellt sind in unserer Welt und kommen mit unseren Bitten zu Gott:

  • Viele Felder unserer Welt sind unbestellt,
    weil Krieg und Terror die Menschen vereinnahmt.
    Schenke Frieden und Versöhnung,
    der in den Herzen der Menschen wachsen kann
  • Viele Felder unserer Welt sind unbestellt,
    weil sich Menschen nichts mehr zu sagen haben.
    Hilf allen die sprachlos geworden sind,
    Worte des Miteinanders und der Gemeinschaft zu finden
    und aus zu sprechen.
  • Viele Felder unserer Welt sind unbestellt, weil zu hohe Erwartungen und Forderungen Menschen zerbrechen lassen.
    Stärke alle Menschen,
    zuversichtlich ihren Weg im Leben zu gehen.
  • Viele Felder unserer Welt sind unbestellt,
    weil Schicksalsschläge und Leid lähmen.
    Befreie alle, die sich eingeengt und gelähmt fühlen,
    dass sie von neuem ins Leben gehen.
  • Viele Felder unserer Welt sind unbestellt, weil die Besitzer nicht mehr unter uns sind. Nimm sie auf in deine Gegenwart.

Dir Vertrauen wir unseren Dank und unsere Bitte an, weil du uns allezeit nahe bist, heute und bis in Ewigkeit. AMEN.

Schlussgebet

Herr, in dieser heiligen Feier
haben wir dir für die Ernte des Jahres gedankt.
Schenke uns als Frucht dieses Opfers
die ewigen Güter,
welche die Erde nicht geben kann.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Dtn 8,7-18

Der rechte Umgang mit den Gütern der Welt
ist eine grundlegende Aufgabe des Gläubigen.
In einer Phase des Wohlstands
mahnt der Verfasser im Buch Deuteronomium
Gott nicht zu vergessen, der die Gaben schenkt.
Hochmut soll nicht zu Gottvergessenheit führen.

Hinführung zur zweiten Lesung | 1 Tim 6,11–16

Paulus setzte Timotheus der Überlieferung nach
als ersten Bischof in Ephesus ein.
In seinem Hirtenbrief ermahnt er ihn
in den Wirren der Zeit
und in der Verführung des eigenen Erfolges
Gott nicht aus den Augen zu verlieren,
Sondern immer ein gutes Vorbild
für die Gemeinde zu sein.

Lesehinweis

Deuteronómium – Betonung auf dem zweiten o
Bei Timotheus wird das o betont
und e-us getrennt gesprochen

Meditation

Ich sage jetzt einfach Danke,
auch wenn ich weiß,
dass es noch so viel gibt, was zu tun wäre,
so viel noch zu erledigen,
noch nicht alles perfekt ist,
ich noch nicht am Ziel meines Lebens bin.

Aber ich kann doch danken,
und das schon Erreichte sehen,
das mir Geschenkte wahrnehmen
und dankbar erfahren.

Da merke ich,
wie mir der Dank gegenüber
der Welt, der Schöpfung und meinen Mitmenschen
gut tut,
so gut, dass ich weiter danken möchte,
ein Weg auf dem ich mir selbst
und meinem Gott näher komme,
ein Weg zur Fülle meines Lebens

Reinhard Röhrner

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