Impulse zum dreiundzwanzigsten Sonntag im Jahreskreis | C

Dreiundzwanzigster Sonntag im Jahreskreis | Jahreskreis| Lesejahr C
Lektionar III/C,346: Sir 3,17–18.20.28–29 | Hebr 12,18–19.22–24a |
Lk 14,1.7–14

Sicher haben sie auch schon einmal etwas gekauft und dann festgestellt, dass sie es eigentlich gar nicht brauchen. Die Werbung versucht mit aller Kunst uns zu verführen und zu animieren immer mehr zu kaufen, oft genug Dinge, die wir nicht wirklich brauchen.

Es ist gut für sein Auskommen gesorgt zu haben, aber oft kann der Besitz zur Last werden, der alle Aufmerksamkeit fordert und uns die Offenheit für uns selbst und unsere Beziehungen nimmt. Wir müssen einen Weg finden die Dinge zu besitzen und nicht von ihnen besessen zu sein, bei allen notwendigen Aufgaben und Nöten die Offenheit füreinander und für Gott nicht zu verlieren.
So rufen wir zu unserem Herrn, den Kyrios:

Kyrie | mit Gl 156

Herr Jesus Christus,
Du rufst uns in die Nachfolge. Kyrie eleison.
Du ermutigst uns dir ganz zu vertrauen. Christe eleison.
Du schenkst uns mehr als wir erwarten. Kyrie eleison.

Gloria | Tagesgebet | MB 235

Gütiger Gott,
du hast uns durch deinen Sohn erlöst
und als deine geliebten Kinder angenommen.
Sieh voll Güte auf alle, die an Christus glauben,
und schenke ihnen die wahre Freiheit
und das ewige Erbe.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Unser Vertrauen auf Gottes Gegenwart ermutigt uns mit den Sorgen und Nöten der Welt zu ihm zu kommen und ihn zu bitten:

  • Große Waldbrände im Amazonasgebiet und in Sibiren brennen,
    die Lebensgrundlage vieler Menschen steht auf dem Spiel.
    Bestärke die Mächtigen die notwendigen Schritte zu unternehmen.
  • Lebenspläne, Partnerschaften und Familien zerbrechen.
    Begleite alle, die sich am Ende fühlen
    und schenke neue Kraft aus dem Glauben.
  • Streit, Neid, zerbrochene Hoffnungen und Erwartungen
    entzweien Menschen und lassen sie Schuld erleben.
    Hilf allen Wege zu Versöhnung mit sich und anderen zu gehen.
  • Immer wieder hören wir Parolen vom christlichen Abendland.
    Stärke unsere Pfarrgemeinden und alle Christen in unserem Land,
    den Glauben in die Gesellschaft zu tragen
    und an andere weiter zu geben.
  • Durch den Tod sind leibe Menschen von uns getrennt.
    Nimm sie auf in deine grenzenlose Liebe
    und tröste uns mit der Hoffnung auf die Auferstehung.

Wir wollen alle Hoffnung auf Gott setzen und die Gemeinschaft mit ihm als unseren innersten und wertvollsten Besitz sehen. Lass uns mehr und mehr in diese Liebe hineinwachsen bis in Ewigkeit. Amen.

Schlussgebet

Herr, unser Gott,
in deinem Wort und Sakrament
gibst du uns Nahrung und Leben.
Lass uns durch diese großen Gaben
in der Liebe wachsen
und zur ewigen Gemeinschaft
mit deinem Sohn gelangen,
der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Weish 9,13–19

Einige Bücher des Alten Testaments
wie das Buch der Weisheit
sind ursprünglich in griechisch verfasst
und auch von der griechisch–hellenistischen Weisheitslehre beeinflusst.
Es zeigt sich, dass die Erkenntnisse der Tora,
des jüdischen Glaubens,
mit der Suche nach Einsicht und Vernunft einhergeht. Glaube und Verständnis
fördern ein gutes Leben vor Gott.

Hinführung zur zweiten Lesung | Phlm 9b–10.12–17

Der kürzeste Brief im Neuen Testament
hat vor allem ein Anliegen:
Philemon soll den entlaufenen Sklaven Onesimus
wie einen Bruder aufnehmen.
Das durchbricht feste gesellschaftliche Schranken
und verdeutlicht,
dass Christen im letzten immer Gott vertrauen
und sich für die Schwachen einsetzen sollen.

Lesehinweis

Bei Philemon und Onesimus
wird das e lange und betont gesprochen.

Meditation

Wir haben das Glück erfunden,
wir wissen wie wir uns einrichten
im Leben und in der Welt.

Wir haben das Glück erfunden,
die Welt organisiert und geformt,
dass sie uns passt.

Wir haben das Glück erfunden,
die Menschen angepasst
und eingereiht, damit nichts stört.

Ist das das Glück?
Finden wir das Heil im Organisieren,
im Formen von Welt und Mensch?

Können wir soweit fortschreiten,
dass wir das Glück für alle
für immer und ewig verkünden können?

Sehnen wir uns nicht vielmehr
nach Freiheit und Offenheit,
nach Lieben und Geliebtwerden?

Muss unser Herz nicht unruhig sein in der Welt
bis es einst einmal
in Gottes Liebe seine Ruhe, sein Heil findet?

Wir haben das Glück gefunden,
wenn wir uns in Gott geliebt erfahren
von ihm getragen und erlöst.

Reinhard Röhrner

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