Impulse zum fünfzehnten Sonntag im Jahreskreis | C

Fünfzehnter Sonntag im Jahreskreis | Jahreskreis| Lesejahr C
Lektionar III/C,315: Dtn 30,10–14 | Kol 1,15–20 | Lk 10,25–37

Schon der vorsokratische Philosoph Heraklit sagte panta rei – alles ist im Fluß. Die Veränderung, die Bewegung ist die Grunderfahrung des Menschen in der Welt. Nichts scheint dauerhaft Bestand zu haben. Dabei sehnen wir uns – gerade auf dem Boden dieser Erfahrung – danach nicht in der Veränderung zu vergehen, sondern in der Ewigkeit sein zu dürfen. So sagt der Philosoph Baruch de Spinoza, dass der Mensch nur sub specie aeternitatis, im Blickwinkel der Ewigkeit, glücklich sein könne.
Gott schenkt diese Fülle und Jesus macht uns Mut uns ihm zu nahen, indem wir seine Liebe in unserem Leben zu verwirklichen suchen.
So grüßen wir ihn, unseren Herrn, den Kyrios:

Kyrie | mit Gl 153

Herr Jesus Christus,
Du verheißt Leben. Kyrie eleison.
Du zeigst wie wir das wahre Leben erfahren. Christe eleison.
Deine Verheißung bedeutet ewiges Leben. Kyrie eleison.

Gloria | Tagesgebet | MB 224

Gott, du bist unser Ziel,
du zeigst den Irrenden das Licht der Wahrheit
und führst sie auf den rechten Weg zurück.
Gib allen, die sich Christen nennen,
die Kraft, zu meiden,
was diesem Namen widerspricht,
und zu tun, was unserem Glauben entspricht.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,  
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Gott begleitet uns in den Höhen und Tiefen unseres Lebens. Jesus Christus ist für uns durch die Tiefe von Leid und Scheitern gegangen. Im Vertrauen auf seinen Beistand rufen wir zu ihm:

  • Für alle Menschen, die unter die Räuber gefallen sind,
    die ausgebeutet und ausgenutzt werden
    um gute Helfer und Freunde.
    Christus höre uns. – Christus erhöre uns.
  • Für alle Menschen,
    die sich über andere erheben und die Not nicht wahrnehmen
    um einen aufmerksamen Blick und helfendes Engagement.
  • Für alle Menschen,
    die Kranken und Notleidenden beistehen
    und deren Not zu lindern versuchen
    um Kraft und Zuversicht angesichts des Leids in der Welt.
  • Für alle Gläubigen,
    die in ihrem Leben Christus nachfolgen
    um beherztes Eintreten für eine bessere Welt.
  • Für unsere Verstorbenen, um die Erfahrung deiner Liebe
    und alle Trauernden um neuen Mut und neue Kraft aus dem Glauben.

Denn du bist auch uns nahe und stehst uns bei in Freud und Leid. Dafür danken wir dir heute und alle Tage bis in Ewigkeit. Amen.

Schlussgebet

Herr, unser Gott,
wir danken dir für die heilige Gabe.
Lass deine Heilsgnade in uns wachsen,
sooft wir diese Speise empfangen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Dtn 30,10–14

Das Buch Deuteronomium
nennt man auch das fünfte Buch Mose.
Eine Gruppe von Theologen,
versuchen im Geist Mose
die Freude an Gott und seiner Weisung zusammen zu fassen,
damit die Menschen erfüllt leben können.
Gott engt mit den Geboten nicht ein,
er öffnet Wege zum Leben. Wie er uns liebt,
ermuntert er uns auch einander zu lieben

Hinführung zur zweiten Lesung | Kol 1,15–20

Im Brief an die Christen von Kolossä
in Kleinasien, der heutigen Türkei,
zitiert Paulus einen Christushymnus. Darin wird deutlich,
dass Christus die Mitte der Welt
und des Lebens ist.
Wer mit und aus Christus lebt,
lebt in der Mitte und aus ihr.

Lesehinweis

Deuteronomium – Betonung auf dem zweiten o

Meditation

Gerne nehme ich die Herausforderung an,
bin bereit die Strapazen zu ertragen
um ein erfülltes Leben zu haben
um das Glück des Lebens zu erfahren.

Aber soweit ich auch gehe,
wo immer ich es auch suche,
wie lange ich es auch erwarten mag,
so finde ich es nicht.

Alle Lebensfülle liegt in mir,
weil du mich liebst
und mir die Chance gibst,
diese Liebe in die Welt zu tragen.

Jenseits von Macht und Einfluß,
von Geld und Besitz,
erfahre ich die Fülle
im Versuch Zeichen deiner Liebe
in meinem Leben zu verwirklichen.

Reinhard Röhrner

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19 Lj C Jahreskreis – Sonntag 15 – Hinführung und Meditation

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