Impulse zum 14. Sonntag im Jahreskreis | B

Heimat ist ein hochemotionaler Begriff und zugleich ein sehr vielfältig benutzter. Er scheint uns vieles zu geben, was uns in der hektischen Zeit unserer Tage zu fehlen scheint und im nächsten Moment ist es wieder zu einfach und zu platt. Heimat wirkt dann zu idyllisch verklärt und zu eng.
Heimat ist dort, wo ich verstanden werde. Wo ich sein darf ohne etwas zu leisten. Das tut gut. Oft aber ist Heimat auch der Ort, wo jeder weiß wer ich bin und was ich kann und mir dadurch nicht selten auch die Chance auf Entwicklung genommen wird.
Auch Jesus erlebt das in seiner Heimat, seiner Vaterstadt. Das ist doch der Zimmermann, den kennen wir. Da fällt es schwer in ihm Gottes Sohn zu erkennen, der viel mehr zu sagen hat, als wir uns erträumen können. In Jesus scheint das Heilige auf, das der erkennt, der offen dafür ist. Wieviel wir auch vom irdischen Jesus wissen, wir preisen ihn als unsern Herrn, den Kyrios:

Kyrie | mit Gl

Herr Jesus Christus,
Mensch gewordenes Wort Gottes.
Wahrer Mensch und wahrer Gott.
Eines Wesens mit dem Vater und dem Geist.

Gloria | Tagesgebet | MB 223

Barmherziger Gott
durch die Erniedrigung deines Sohnes
hast du die gefallene Menschheit
wieder aufgerichtet
und aus der Knechtschaft der Sünde befreit.
Erfülle uns mit Freude über die Erlösung
und führe uns zur ewigen Seligkeit.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Wir beten zu Gott, der in Jesus Christus unser Bruder wurde und doch immer der ganz Andere bleibt. In gläubigem Vertrauen rufen wir:

  • Angst und Unsicherheit vor der Zukunft bedrängt viele Menschen.
    Lass die Menschen Wege zum Leben finden
    für sich und ihre Mitmenschen.
    Christus, höre uns. | ALLE Christus, erhöre uns.
  • Streit und Hass, Terror und Krieg zerstört Lebensraum.
    Gib Mut und Kraft zu Wegen des Friedens
    in den großen Konflikten und in denen unseres Alltags.
  • Ablehnung und Geringschätzung bricht Menschen.
    Lass alle Menschen erfahren,
    dass sie geliebte Kinder Gottes sind
    und zuversichtlich Wege ins Leben gehen.
  • Gottes Wort und Botschaft tritt oft in den Hintergrund.
    Stärke alle Christen in ihrem Auftrag
    deine frohe Botschaft im Alltag in Wort und Tat zu verkünden.
  • In deiner Auferstehung öffnest du uns eine neue Perspektive,
    nimm die Verstorbenen auf in deine erlösende Gegenwart
    und tröste die Trauernden in der Hoffnung.

Denn du bist uns nahe in deiner Liebe und Sorgen, dafür danken wir dir mit ganzem Herzen, heute und alle Tage unseres Lebens bis in Ewigkeit. AMEN.

Schlussgebet

Herr, du hast uns mit reichen Gaben beschenkt.
Lass uns in der Danksagung verharren
und einst die Fülle des Heils erlangen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Ez 1,28b – 2,5

Der Tempelpriester Ezechiel
gehörte zu den ersten Verbannten,
die von Babylon aus, zur Umkehr zu Gott mahnten.
Er sah die unheilvolle Entwicklung voraus
und versuchte klar zu machen,
dass keine politischen Ränkespiele
oder populistische Sprüche die Situation ändern,
sondern der Blick auf den Menschen
mit der Zuversicht aus Gott.
2600 Jahre alt und doch brennend aktuell.

Hinführung zur zweiten Lesung | 2 Kor 12,7–10

Die Briefe des Apostels Paulus
verraten viel über seine eigene Person.
Seine tiefe und spannungsreiche Beziehung
zur korinthischen Gemeinde ist dabei exemplarisch.
Seine Verkündigung der Größe Gottes
verbirgt zu keiner Zeit,
dass er selbst ein Mensch mit Fehlern und Schwächen ist.
Aus dem Glauben heraus
spürt er im Annehmen seiner Schwäche
die Kraft Gottes.

Lesehinweis

Ezechiel | Ezéchi – el

Meditation

Jesus unser Bruder,
ein vertrauter und guter Mensch,
mehr noch,
ein ungewöhnlich guter Mensch.

Wir kennen ihn,
Bücher wurden über ihn geschrieben,
seine Worte und Taten analysiert
und alle fein gedeutet.

Und Gott ist er auch?
Geht das?
Wie soll ich das beschreiben
und wie einordnen?

Anders ist er,
er ist mir nahe, als der ganz Andere,
der mich meint
und mir Mut macht
mit ihm
meinen Weg zu suchen

⇒ Reinhard Röhrner

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