Impulse zum 10. Sonntag im Jahreskreis | B

10. Sonntag im Jahreskreis | Jahreskreis B | Lesejahr B
Lektionar II/B, 286: Gen 3,9–15 | 2 Kor 4,13 – 5,1 | Mk 3,20–35

Wenn in ein paar Tagen die Fußballweltmeisterschaft beginnt, werden wir wieder von Fachleuten umgeben sein, die genau wissen, was der oder jener falsch gemacht hat oder besser hätte machen können. Es ist schon erstaunlich, dass wir das meistens nur beim Anderen sofort und ganz offensichtlich erkennen.
Sich selbst zu ändern oder an sich zu arbeiten ist da viel mühsamer. Da ist jeder glücklich, der einen anderen hat, dem er die Schuld zuschieben kann. Der Priester und Poet Lothar Zenetti hat das kurz zusammen gefasst: Frag 100 Katholiken, was das Wichtigste ist in der Kirche; sie werden antworten: die Messe. – Frag 100 Katholiken, was das Wichtigste ist in der Messe; sie werden antworten: die Wandlung. – Sag 100 Katholiken dass das wichtigste in der Kirche die Wandlung ist. – Sie werden empört sein: Nein, alles soll bleiben wie es ist!
Zeitlebens werden wir auch die Veränderung leben und doch bleibt einer bei aller Verwandlung treu: unser Herr, der Kyrios:

Kyrie | mit Gl 154

Herr Jesus Christus,
du kündest die frohe Botschaft.
Du ermutigst uns, unser ändern zu leben.
Du begleitest uns auf unserem Lebensweg.

Gloria | Tagesgebet | MB 218

Gott, unser Vater,
alles Gute kommt allein von dir.
Schenke uns deinen Geist,
damit wir erkennen, was recht ist,
und es mit deiner Hilfe auch tun.
Darum bitten wir durch Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. AMEN.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, du weißt um den Menschen, seine Sorge und Angst, seine Freude und Hoffnung. Zu dir rufen wir vertrauensvoll:

  • Menschen laden große und kleine Schuld auf sich.
    Hilf ihnen sich ihrer Schuld zu stellen
    und Vergebung und Versöhnung zu erfahren.
    Christus, höre uns | ALLE Christus, erhöre uns.
  • Ohnmacht und Hilflosigkeit lässt Menschen an sich zweifeln.
    Stärke den Glauben und die Hoffnung,
    wo Menschen keine Kraft mehr haben.
  • Krieg und Terror zerstört das Leben.
    Lass Frieden und Versöhnung wachsen,
    dass alle Menschen hoffnungsfroh leben können
  • Möglichkeiten, Chancen und Entscheidungen
    prägen unser alltägliches Leben.
    Gib allen den guten Geist,
    die rechten Wege zu suchen und zu finden.
  • Abhängigkeiten und äußere Grenzen
    behindern die Entfaltung des Lebens.
    Schenke allen Mut sich auf Dich zu verlassen
    und im Geist Gottes eigene Wege zum Leben zu gehen.

Dein Geist wirkt auch in unserer Zeit und in ihm können wir unsere Welt mehr und mehr nach deinem Willen gestalten. Dafür danken wir dir jetzt und alle Tage bis in Ewigkeit. AMEN.

Schlussgebet

Barmherziger Gott,
die heilende Kraft dieses Sakramentes
befreie uns von allem verkehrten Streben
und führe uns auf den rechten Weg.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. AMEN.

Hinführung zur ersten Lesung | Gen 3,9–15

Im Erfolg will es jeder gewesen sein,
bei der Schuld ist es anders,
da war es meistens keiner.
Die Paradieserzählung bringt die menschliche Schwäche
eigene Schuld einzugestehen auf den Punkt.
Wo Schuld geleugnet wird,
kann sie nicht bewältigt werden,
bleibe ich unter der schuld,
hilflos und nackt – wie es der Mythos umschreibt.

Hinführung zur zweiten Lesung | 2 Kor 4,13 – 5,1

Es ist erstaunlich,
was manche Menschen ausstrahlen.
Obwohl sie keine reinen Erfolgsmenschen sind
oder allgemein bewundert werden,
so haben sie dennoch eine Faszination,
die man sofort spürt.
In dieser Faszination will der Apostel Paulus
die Christen in Korinth und uns begeistern.

Lesehinweis

Meditation

Leben ist Veränderung.
Alles bewegt sich,
alles ist im Fluss,
ständig muss ich mich neu einstellen.

Ich möchte bleiben dürfen,
etwas Festes haben,
mich verlassen können
und sicher sein.

Ich nehme die Wandlung an,
den Weg der Veränderung
aus meinem Innern heraus
in meinen Alltag hinein.

Ich öffne mich für den guten Geist,
den Geist Gottes der alles erfüllt
und mir beisteht
in den Veränderungen des Lebens.

Ich darf mich verändern
um zu bleiben, wer ich bin.
Ich darf es wagen,
weil Gott den Weg mit mir geht..

⇒ Reinhard Röhrner

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